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Zuhören - Podcasts zu Themen aus der Welt der Wirtschaft

Die Stahlindustrie, einst Flaggschiff der deutschen Wirtschaft, steht unter Druck. Billiger Stahl aus China überschwemmt den Markt. Gleichzeitig droht US-Präsident Trump Europa mit Einfuhrzöllen. Die Hoffnungen europäischer Stahlfirmen richten sich jetzt auf das Globale Stahlforum der OECD. Doch die Chancen stehen nicht gut.

In Russland blüht die Schattenwirtschaft. Viele Menschen betreiben illegale Betriebe in alten Garagenkomplexen. Eine Parallelwelt mit eigenen Gesetzen. Anastasia Vinokurova hat sich dort hineingewagt.

Oil and gas are the backbone of Russia’s economy and swings in energy prices can push the country from boom to bust. 80 per cent of the country's exports are directly related to hydro-carbons. So how successfully is Russia diversifying into new areas? As Caroline Bayley discovers, government money is supporting hi-tech start-ups and counter sanctions imposed by the government on food imports from the US and EU are helping the food sector. However, doing business in Russia is far from straightforward.

Auf dem Gebiet von Honduras sollen Ministaaten entstehen - fast autonome Gebiete, aus dem honduranischen Staat herausgetrennt, mit eigenen Gesetzen - und verkauft an internationale Investoren. Während führende Politiker und Investoren die Idee als Entwicklungsprojekt bewerben, warnen andere vor dem Ausverkauf des mittelamerikanischen Landes.

Chinesische Investoren haben in den vergangenen Jahren gleich mehrere große Unternehmen aus Bayern gekauft. Kritiker stellten die Frage, ob Unternehmen aus China deutsches Know-How aufkaufen, um in Zukunft den Weltmarkt zu dominieren.

6.900 Stellen streichen, davon über 3.000 in Deutschland - solche Ankündigungen kennt man von Unternehmen in der Krise. Aber von einem Konzern, der gerade 6,2 Milliarden Gewinn für das letzte Geschäftsjahr verkündet hat? Siemens hat Absatzprobleme in der Sparte Energieerzeugung, und die Schließung von Standorten soll da heraushelfen. Die IG Metall erhebt schwere Vorwürfe: das Management hat die Entwicklung auf dem Energiemarkt verpasst und lässt es jetzt die Mitarbeiter büßen. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, hält die Siemens-Personalchefin dagegen. Der Energiemarkt ist weltweit in Bewegung, vor allem große Konzerne müssen sich umorientieren. Hat Siemens strategische Fehler gemacht, für die jetzt die Beschäftigten aufkommen müssen?

IMF: Freelancers Union’s Sara Horowitz on Changing Nature of Work (21.11.2017)
For much of the past century the 9 to 5 job with benefits at a firm was what most people associated with financial stability. But as technology reshapes the labor market, more people are branching out on their own. A new report by Freelancers Union says freelancers will be the majority of the US workforce within 10 years if the current trend continues. In this podcast, Sara Horowitz, Executive Director of Freelancers Union, says freelancers are adapting to the changing nature of work.

DLF: Umstrittene Fusion von Bayer und Monsanto - Neue Ära für die Landwirtschaft – oder veraltetes Modell? (19.11.2017)
Monsanto ist weltweit einer der größten Hersteller des Herbizids Glyphosat, das vor allem zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird. Die deutsche Bayer AG will den US-Konzern übernehmen. Die EU prüft derzeit, ob das gegen das Kartellrecht verstößt. Die angestrebte Fusion wirft aber noch eine weitreichendere Frage auf: Welche Landwirtschaft wollen wir?

Why are so many US workers forced into job contracts that make it hard for them to leave? Employers routinely ask new recruits to agree to "non-compete" clauses when they start work. This means they might be unable to work for a competitor company, or to set up on their own. Is this a good way to protect intellectual property or an unnecessary infringement of workers' rights? Claire Bolderson goes to Massachusetts to explore the personal and economic impact of the legislation and asks if reform might, finally, be a possibility.

Kein Internet, Telefon tot, Fernsehkanäle weg - selbstgewählt kann das ultimative Wellness bedeuten. Im Alltag allerdings versetzt eine plötzliche Pause von der eigentlich allgegenwärtigen digitalen Welt uns mittlerweile in Panik und dann in Bewegung: Service-Hotline anrufen! Schon bei dem Gedanken bricht der Schweiß aus, in der Warteschleife entgleist der Adrenalinspiegel und schnell verstreicht dann eine halbe Stunde oder mehr, bis wir unseren Unmut einem meist ahnungslosen Callcenter-Mitarbeiter entgegen schleudern können. Die folgenden Hilfs-Versprechen bleiben oft wirkungslos. Die Verzweiflung treibt uns dann in Internetforen - so wir das Netz von Nachbarn oder Freunden nutzen dürfen - in der Hoffnung, dank Ratschlägen aus der Community die Probleme selbst beheben zu können. Für die Firmen sind Self-Service-Communities bequem, sie sparen eigene Berater. Aber wer tummelt sich eigentlich in den Communities? Der Service wird Profitinteressen geopfert. Oder sind wir selbst an der Servicekatastrophe schuld, wenn wir nur auf den Preis schauen?

Hohe Geburtenrate, wenig Wegzug, geringe Arbeitslosigkeit: Das Emsland war einst eine der ärmsten Regionen Deutschlands. Doch mit viel Fleiß, Pragmatismus und Flexibilität hat sich der Landkreis zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Region gemausert.

Ob als Öl, Textilfaser oder Cannabis für medizinische Zwecke - das Geschäft mit dem Hanf boomt. Auch deutsche Produzenten wollen mitverdienen - und kämpfen gegen fehlende Finanzierungen, mangelnde Erfahrungen und behördliche Auflagen.

WDR: Paradise Papers - Im Schattenreich der Steueroasen (12.11.2017)
Die "Paradise Papers" bieten Einblicke in komplizierte Konstrukte zur Steuervermeidung. Profiteure sind reiche Kunden und Firmen, die zwar die Infrastruktur von Industrieländern wie Deutschland nutzen, sich aber um ihren Anteil an deren Finanzierung drücken.

DLF: Weltklimakonferenz in Bonn - Wie Klimaschutz unsere Lebensweise umkrempeln könnte (05.11.2017)
Mit dem Elektroauto den veganen Einkauf ins Passivhaus bringen - sieht so der Lebensstil der Zukunft aus? Wenn Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahrzehnten wirklich entscheidend verringern möchte, werden sich die Lebenswelten vieler Menschen tiefgreifend verändern.

Man soll sein Herz nicht an den Besitz hängen, lehren buddhistische Mönche und Nonnen. Trotzdem sind ihre Klöster mancherorts richtige Wirtschaftszentren. Wie passt das zusammen?

Uganda has taken in more than a million South Sudanese refugees. Many have lost almost everything. So how do they get back on their feet? For some of them the answer is to set up a small business. But doing that in a refugee settlement, when you have no capital and many of your customers have no money, is no easy task. Yet markets are sprouting up across the refugee settlements of northern Uganda. There are stalls selling eggs, vegetables, mobile phone cards, jeans; and there are even hairdressers and photocopying services in small shacks, where both the refugees and the local Ugandan population can trade. So how have these places come to existence? How have they grown out of what very recently was untamed African bush land? As John Murphy discovers, it’s a story of entrepreneurship, sacrifice, taking a gamble and simple necessity. Produced and presented by John Murphy Photo: 22 year old Aida who sells avocados, onions and bananas, to make money to pay for further education and training

Kein Land der Welt stößt mehr CO2 aus als China – das soll sich schnellstmöglich ändern. Die dreckige Kohle soll weitgehend durch erneuerbare Energien ersetzt werden, so will es die Führung in Peking. Die Trendwende könnte gelingen. Der Strukturwandel stellt das Riesenreich allerdings vor große Herausforderungen.

Bei kaum einem anderen Lebensmittel gibt es so hohe Preisspannen wie beim Wein. Worin unterscheiden sich Supermarkt- und Premiumweine? Eine Spurensuche durch deutsche Weinberge

Europäische Konzerne, die zu Hause die Sozialpartnerschaft beschwören, halten in den USA häufig die Gewerkschaften aus ihren Betrieben raus. Arbeitnehmer der deutschen Telekom und der amerikanischen Tochter T-Mobile haben jedoch ein einzigartiges Bündnis gebildet.

Air Berlin ist Geschichte, die Lufthansa macht fette Beute, die Branche sortiert sich neu. Ist damit auch die Zeit der Billigfliegerei vorbei? Geld, Markt, Meinung erzählt vom Abschied von "Air Berlin" und geht mit Luftfahrtexperten der Frage nach, wie turbulent sich die Branche jetzt entwickelt.

Wenn am späten Abend die letzte Maschine von Air Berlin auf dem Flughafen Berlin Tegel landet, dann endet ein Stück Luftfahrtgeschichte. Die Konkurrenten übernehmen Teile der bankrotten Airline. Die Flugzeuge heben schon bald wieder ab, was aus den Mitarbeitern wird, wird man sehen. Im Fluggeschäft gibt es derzeit viel Unruhe. Piloten streiken, Flüge werden gestrichen, Fluglinien gehen pleite und wenn der Brexit erst kommt, ist es fraglich, wie und ob Großbritannien künftig angeflogen werden kann. Was sich da wie neu sortiert.

BR: Digital first? Ein MIndset für den Wandel (21.10.2017)
Sie versprechen eine unkompliziertere Arbeitswelt: Pioniere, die neue Techniken für Menschen greifbar machen wollen, die aufzeigen, wie die Grenzen zwischen Menschen und Maschinen verschwinden. Ein Feature über Technologien, die die Gesellschaft verändern können.

SWR: Jobboom in Deutschland - Mangelware Mitarbeiter (21.10.2017)
Dank der guten Konjunktur herrschen am deutschen Arbeitsmarkt goldene Zeiten. In fast allen Bereichen suchen Firmen Mitarbeiter. Für viele Unternehmen wird der Arbeitskräftemangel allerdings zur Wachstumsbremse.

SWR: Der letzte Schritt zur Supermacht? Wie Chinas KP die Zukunft plant (19.10.2017)
Es diskutieren: Johnny Erling - China-Korrespondent der "Welt", Peking, Prof. Dr. Sebastian Heilmann - Direktor des Mercator-Instituts für China-Studien, Berlin, Shi Ming - Journalist, Berlin

BR: Den Sumpf trockenlegen - aber wie? Korruption und ihre Bekämpfung (16.10.2017)
Im November 2006 durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer Großrazzia Siemens- Büros in Deutschland und Österreich, um Korruptionshinweisen nachzugehen. Die sogenannte "Siemens- Affäre" kam ins Rollen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass bei Auslandgeschäften über 1,3 Milliarden Euro in schwarze Kassen geflossen waren. Daimler bekannte sich im Jahre 2010 vor der US- Justiz schuldig, in mindestens 22 Ländern Regierungsbeamte bestochen zu haben, um an lukrative Aufträge zu gelangen. In München sorgte das "Küchenkartell" für Schlagzeilen: Zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die für die Küchenausstattung in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern zuständig waren, hatten bei der Auftragsvergabe bestimmte Firmen bevorzugt, von denen sie Schmiergelder kassierten.

Als Mauricio Macris 2015 sein Amt als argentinischer Staatspräsident antrat, war die erneute politische Wende in Lateinamerika eingeleitet. Massenentlassungen, Inflation, unmäßige Preiserhöhungen bei der Energieversorgung und im öffentlichen Nahverkehr sowie Einschnitte ins soziale Netz waren die Folge. Was bedeutet das beispielsweise für die IMPA, die erste argentinische Fabrik unter der Kontrolle von Arbeitern? Ist der Betrieb noch zu halten oder muss die Belegschaft wieder auf die Solidarität der Bewohner in dem umliegenden Stadtbezirk zurückgreifen?

"Rechnet sich das?" ist eine weit verbreitete deutsche Frage. Die einflussreichsten Ökonomen sind lange davon ausgegangen, dass es auch die Frage ist, mit dem sich unser Verhalten erklären lässt: ganz zweckrational. Der Wirtschaftsnobelpreis geht allerdings in diesem Jahr an den Verhaltensökonomen Richard Thaler. Der hat herausgefunden, dass auch die Akteure im Bereich Wirtschaft menschliche Wesen sind, weshalb sie zunächst mal emotional verhalten und alle möglichen Dinge tun, die sich für sie selber und andere nicht "rechnen". Und er hat ein System von Anreizen erfunden, mit dem die Menschen letztlich doch dazu gebracht werden können, sich so rational zu verhalten, wie das eigentlich nicht ihre Art ist - wie sich das Wissenschaft und Politik aber wünschen. Nudging steht für das Anstoßen von gewünschtem Verhalten, für die sanfte Lenkung oder auch Gängelung, je nach Sichtweise. Machen uns gute Anreize am Ende zu besseren Mitmenschen, oder führt uns Big Brother light in die beste aller möglichen Welten?

Reiche Privatspender manipulieren die Politik der WHO, vor allem seit die USA ihren Beitrag zusammenstreichen. Das schadet Entwicklungsländern - und vielen armen Kranken.

Die deutsche Windkraftbranche ist nach ihrem rasanten Aufstieg erstmals in einer Krise. Werke werden geschlossen, die globale Konkurrenz nimmt zu und neue gesetzliche Regelungen hemmen die Produktion. Dabei ist die Windenergie für die Klimaziele Deutschlands eine wichtige Technologie.

HR: Klein gegen Groß. Die EU und die Internet-Giganten (05.10.2017)
Die EU-Kommission hat den Kampf gegen globale Internet-Giganten und ihre Steuerpraxis aufgenommen. Dafür will sie auch unwillige EU-Staaten in die Pflicht nehmen, wie Irland. Das Land hat noch keine Anstalten gemacht, Milliarden Steuergelder vom Applekonzern einzutreiben, wozu es laut EU verpflichtet ist. Deshalb muss Irland nun vor den Europäischen Gerichtshof. Auch Luxemburg hat dem US-Konzern Amazon unzulässige Steuernachlässe gewährt und muss diese nun zurückfordern. Doch welche Chancen hat die EU überhaupt, sich gegen digitale, globale Industrie-Giganten zur Wehr zu setzen? Zumal nicht alle Mitglieder am selben Strang ziehen. Nach wie vor nutzen diese Konzerne jedes sich bietende Schlupfloch, um Steuern zu vermeiden. Damit wächst ihre wirtschaftliche und politische Macht. Auch der deutsche Fiskus will etwas vom Kuchen abhaben. Würde eine Internetsteuer für mehr Gerechtigkeit sorgen?

WDR: Ein Schuss fiel im Politbüro: Erich Apel (01.10.2017)
Der Maschinenbauingenieur Erich Apel steigt in der jungen DDR zum Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission auf. Unter Ulbricht entwickelt er einen neuen ökonomischen Kurs, der das Land wirtschaftlich besser stellen soll. Er will den Einfluss der Partei in den Betrieben beschneiden und Eigenverantwortung fördern. Doch es regt sich Widerstand.

SWR: Droht der Blackout? Das Deutsche Stromnetz vor dem Winter-Härtetest (30.09.2017)
Der Strom kommt aus der Steckdose. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, sicher und verlässlich. Nur 12,8 Minuten mussten wir Deutschen im Schnitt im vergangenen Jahr 2016 darauf verzichten, gab es überhaupt einen temporären Stromausfall. So die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur. Dabei wird das deutsche Stromnetz immer heftiger beansprucht: vor allem durch den stetig wachsenden Anteil an erneuerbarer Energie. Der nämlich führt dazu, dass Angebot und Nachfrage beim Strom häufiger auseinander zu klaffen drohen. Darauf müssen sich die Stromerzeuger und Netzbetreiber einstellen. Gerade jetzt vor der beginnenden Winterzeit!

Sie schreiben Texte, kategorisieren Fotos, testen Software - am Ende erhalten sie von ihren Arbeitgebern das Geld per Mausklick: Sogenannte Crowdworker bieten ihre Dienste über das Internet an und sitzen nicht fest in einer Firma. Was für Arbeitgeber ideal ist, sorgt für prekäre Arbeitsverhältnisse.

Der Ölmulti ExxonMobil wusste schon seit Ende der 1970er-Jahre sehr genau, was die Ausbeutung fossiler Rohstoffe für das Klimasystem der Erde bedeutet. Um das Geschäftsmodell der Ölindustrie nicht zu gefährden, wurde deshalb gezielt an einer pseudowissenschaftlichen Narration gearbeitet, die jede Verantwortung des Menschen beim Klimawandel in Frage stellt.

Es diskutieren: Karl-Heinz Büschemann - Wirtschaftsjournalist, Autor der Süddeutschen Zeitung, Urs Spörri - Film-Experte, Mainz, Markus Wahl - Pilot, Pressesprecher der "Vereinigung Cockpit", Frankfurt/Main

Seit einem Monat fährt der private Bahnanbieter Locomore wieder mit einem Zug zwischen Stuttgart und Berlin. Nach der ersten Pleite des Start-Up-Unternehmens zieht dieses Mal der Fernbus-Marktführer Flixbus im Hintergrund die Fäden. Bislang konnte sich allerdings kein privater Anbieter dauerhaft auf der Schiene gegen die Deutsche Bahn behaupten.

HR: Abgehoben: Der Luftkampf der Billigflieger (20.09.2017)
Wenn der Ryanair Chef zugeben muss, dass seine Planung nicht funktioniert und deshalb jeden Tag zig Flüge gestrichen, also Passagiere stehen gelassen werden - dann klingt er nicht ganz so triumphal wie sonst. Und sagt dennoch wohl nicht die Wahrheit. Wenn nämlich stimmt, dass nicht Fehlplanung die Ursache ist, sondern fehlende Piloten. Die sollen in Scharen das Weite suchen. Weil bei den Billiglinien nicht die Freiheit grenzenlos ist, sondern der Mangel. Wenn die Piloten beim Pleiteflieger Air Berlin lieber krank werden, als abzuheben, dann wohl auch, weil sie für sich persönlich keine Landebahn mehr sehen. Längst ist der Glanz des Berufsstandes verblasst, der kostenlose Service an Bord Geschichte, das Luftfahrtgeschäft im ruinösen Wettbewerb aufgerieben. Wobei - kann man das nicht auch anders sehen? Was unterscheidet Piloten letztlich von Busfahrern oder Lokführern? Warum soll es den Passagieren, die für 49 Euro von Frankfurt nach Malaga fliegen, besser gehen als den Fahrgästen im ICE, die für viel kürzere Strecken ein Vielfaches zahlen?

DLF: Bieterschlacht um Air Berlin - Die Neuordnung am Himmel (14.09.2017)
Der Kampf um die Übernahme von Air Berlin geht in die heiße Phase - und Lufthansa ist dabei in aussichtsreicher Position. Doch das Taktieren von Deutschlands größter Luftfahrtgesellschaft hat die Konkurrenz verärgert und die Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Und noch ist das Rennen nicht entschieden.

Weder der Scheck noch die Kreditkarte haben dem Bargeld den Garaus machen können. Heute hat der Kunde eine breite Palette bargeldloser Zahlungsformen - von der EC-Karte mit oder ohne Unterschriftsquittung über Bezahlportale wie paypal und paydirect bis hin zum kontaktlosen Bezahlen per Handy mit der NFC-Technik. Und doch gibt es Gründe, warum viele Bezahlvorgänge auch künftig bevorzugt bar abgewickelt werden dürften.

Das Platzen einer Immobilienblase in den USA im Sommer 2007 hat eine weltweite Banken- und Finanzkrise verursacht und war Auslöser der europäischen Staatsschulden- bzw. Eurokrise. Die Sendung beleuchtet Ursachen und Auswirkungen der Krise(n) und fragt nach, wo wir heute stehen, bzw. was getan wurde und wird, um zu verhindern, dass sich die Ereignisse wiederholen.

China möchte bis 2020 ein System aufbauen, das das Verhalten seiner Bürger bewertet. Es soll möglichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten und soziales Verhalten. Chinas Kommunistische Partei möchte damit den moralisch einwandfreien und ehrlichen Bürger schaffen.

Viele Ideen scheitern am Geld. Mit der Crowd-Finanzierung hat sich das längst geändert. Das klappt so gut, dass auch Banken und Großinvestoren zunehmend auf die Crowd setzen.

Deutschlandfunk Wissen: Geld - du willst es doch auch (08.09.2017)
Ein Mann, der ohne Geld nach Mexiko reist. Eine Währung, die nur virtuell existiert. Ein Spender, der sein Geld anonym verteilt. Und Milliarden von Geldscheinen, die jahrelang in einem Bunker vergessen werden

SWR: Der Mehrwert von "Das Kapital": Wie aktuell sind die Thesen von Karl Marx? (06.09.2017)
Es diskutieren: Prof. Dr. Andreas Arndt - Philosoph, Humboldt-Universität Berlin, Mathias Greffrath - Publizist, Berlin, Dr. Philip Plickert - Journalist und Wirtschaftshistoriker, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Geschäft um korrekte Wettervorhersagen ist inzwischen hart. Denn neben dem staatlichen Deutschen Wetterdienst haben sich einige Privatunternehmen etabliert. Ein neues Gesetz soll den Markt weiter liberalisieren - in der Hoffnung auf noch präzisere Vorhersagen.

Tausende LKW-Parkplätze fehlen und deshalb wird auf den Autobahnen und teilweise auch in den angrenzenden Wohngebieten wild geparkt. Unfälle und Beschwerden von Autofahrern und Anwohnern häufen sich. Ein Ende des Problems ist aber nicht in Sicht.

Seit gut zwei Wochen geht nichts mehr auf der entscheidenden Nord-Süd-Trasse bei Rastatt – nachdem ein in Bau befindlicher Tunnel eingestürzt war. 200 Güterzüge müssen täglich umgeleitet oder deren Güter auf Lkws verladen werden. Täglich rund 30.000 Passagiere sind Tag für Tag betroffen.

SWR: Gutes Image, miese Preise - Der Weinmarkt ist ein hartes Geschäft (26.08.2017)
Die Trauben für den 2017er Wein sind erstaunlich reif. Die Weinlese lässt nicht mehr lange auf sich warten. Ein Blick auf den Weinmarkt und seine Entwicklung zeigt: Hippes Design, Marketing und Online-Verkauf spielen eine immer wichtigere Rolle.

Deutschlandfunk Kultur: Maschinelle Superintelligenz - Problem für die Zukunft oder reine Fiktion? (24.08.2017)
Mit KI, Künstlicher Intelligenz, verbinden viele ein Horroszenario: herzlose Computer, die die Herrschaft übernehmen. Andere behaupten schlicht: KI hilft uns und steigert die Lebensqualität. Und für beide Richtungen finden sich ausreichend Argumente.

In den letzten Jahren haben Kommunalpolitiker in vielen Städten und Gemeinden die Kreativszene als Standortvorteil und Wirtschaftsfaktor entdeckt. Wer früher ein Graffiti an eine Wand sprühte, machte sich der Sachbeschädigung schuldig; heute wird er vielleicht als Vertreter einer bestimmten Street-Art-Richtung im Reiseführer erwähnt. Die Kommunen bemühen sich um Übungsräume für Musiker, Ateliers für Künstler und bezahlbare Co-working-spaces für Designer und Werbegestalter. Auch wenn die Grenze zum Kommerz oft fließend ist - brotlos zumindest kann man diese Kunst nicht nennen. Allerdings gelingt es auch nicht jedem, durch Ideen und Projekte nachhaltig seine Existenz zu sichern. Ohne ein gewisses Maß an Selbstausbeutung geht es vor allem in den ersten Berufsjahren nicht.

Klare Obergrenzen, stärkere Entlastung der unteren und mittleren Einkommen, mehr Brutto vom Netto für Familien - auch im aktuellen Bundestagswahlkampf überschlagen sich die Parteien mit Versprechen zur Steuerpolitik. Wieder wollen alle Steuern senken und Bürger entlasten.

Mehr als sieben Jahre leidet Griechenland mittlerweile unter der Finanz- und Schuldenkrise. Doch es gibt Menschen, die wieder Hoffnung haben.

Die Bundesligasaison hat begonnen, die Fanszene ist anhaltend gereizt. Fußball ist halt der Wahnsinn: Da erklären die Radikalen unter den Fußballfans, die "Ultras" dem Deutschen Fußball-Bund DFB den "Krieg". Und der DFB kapituliert und will künftig darauf verzichten, kollektive Strafen zu verhängen und Fans auszusperren. Ein Teil der "Ultras" ist aber gar nicht auf Randale aus, sondern protestiert gegen die Kommerzialisierung des Sports. Die zeigt sich in den gigantischen Transfersummen auf dem Weltmarkt für Spieler. Und das betrifft auch die Bundesliga. Welcher deutsche Verein kann denn noch mithalten bei diesem Wettbieten?

Die Suche nach Geschäftsmodellen im Weltall läuft "irdischer" als vermutet. Denn die technischen Herausforderungen der Branche sind nach wie vor immens. Die Gallionsfiguren der "New Space"-Bewegung sorgen derweil für Dynamik und nähren die Hoffnung auf den großen Push.

Die spanische Balearen-Insel Mallorca erlebt in diesem Jahr einen Urlauber-Ansturm wie vermutlich nie zuvor. In dem Maße, in dem deutsche Touristen Ziele wie Ägypten, Tunesien und die Türkei meiden, strömen sie nach Spanien - und insbesondere nach Mallorca. Wie wirkt sich das auf der Insel aus? Wie viele Touristen kann sie verkraften und was denken die Bewohner darüber?

Twenty five years after Britain opened its first privately run prison, Matthew Gwyther explores whether private jails in the UK have delivered on the promise of a cost effective, safe, and reliable service. And he looks to the US, the pioneer of the private prison system. Does incarcerating people for profit work? Or does it lead the sector to cut corners, sacrificing safety and security in the pursuit of profit?

Deutschlands Wirtschaft wächst seit zwölf Quartalen ohne Pause. Arbeitslosigkeit ist für die meisten Menschen ein Begriff aus dem Lexikon. Made in Germany bestückt die Welt und Germany konsumiert, bis die Kreditkarten glühen. Die Große Koalition hat wirtschaftspolitisch offenbar alles richtig gemacht. Hände zur Raute geformt und weiter so, scheint die Strategie der Stunde. Aber stimmt das wirklich? Wie nachhaltig ist der Boom? Warum gibt es so Viele, bei denen von der brummenden Wirtschaft nichts ankommt, die das System für ungerecht halten? Was muss die nächste Regierung tun, um den Aufschwung abzusichern?

SWR: Wald gegen Geld - Wie nicht nur die Mafia mit Waldbränden Geschäfte macht (17.08.2017)
Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Gefühlt steht seit Monaten der halbe Wald Südeuropas in Flammen. Und tatsächlich erleben unter anderem Frankreich, Portugal, Griechenland und Italien eine extreme Waldbrand-Saison.

DLF: EZB-Geldpolitik - "Nächster Crash kündigt sich an" (16.08.2017)
Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat das Anleihenkauf-Programm der Europäischen Zentralbank als Enteignung der Kleinanleger kritisiert. Es gebe eine unglaubliche Geldflut, aber keine entsprechende Wertschöpfung, sagte sie im Deutschlandfunk. Das werde sich rächen.

SWR: Der Euro rollt wieder: Ware Fußball - Die neue Bundesligasaison im Zeichen des Geldes (16.08.2017)
Kulturgespräch mit Gunter Gebauer, Sportphilosoph

SWR: Loge oder Kurve: Wem gehört der Fußball? (16.08.2017)
Es diskutieren: Prof. Dr. Christoph Breuer - Leiter des Instituts für Sportökonomie und Sportmanagement, Sporthochschule Köln, Prof. Dr. Gunter Gebauer - Philosoph und Sportwissenschaftler, Freie Universität Berlin, Christoph Ruf - Journalist und Autor
Immer mehr Geld überschwemmt den Fußball, in diesem Sommer sind die Ablösesummen wieder dramatisch gestiegen. Das Geld kommt aus profitablen Fernsehverträgen, aus aufstrebenden Ligen wie der chinesischen oder von Investoren, die damit Einflussmöglichkeiten und Besitzansprüche verknüpfen. Diese Entwicklung widerspricht dem Selbstverständnis großer Teile der Anhänger. Sie sorgen mit ihrer Leidenschaft und ihrem Einsatz für die Atmosphäre im Stadion, die den Fußball erst attraktiv macht, auch jetzt wieder zum Bundesligastart am Wochenende. Deshalb verlangen sie, die Geschicke ihrer Vereine mitbestimmen zu können. Wird der Fußball zur Luxusware? Gibt es zur gegenwärtigen Entwicklung Alternativen? Wem gehört der Fußball?

NDR: Wofür steht der Fußball? (16.08.2017)
Fußballstars werden mit Rekordsummen gehandelt. Für das Recht, Spiele live zu verfolgen, müssen Fans tief in die Tasche greifen. Bleibt das Sportliche auf der Strecke?

Deutschlandfunk Kultur: Profifußball - Wenn die Arbeit auf dem Spielfeld krank macht (15.08.2017)
Immer mehr schwere Verletzungen, schlechte medizinische Versorgung und Einsatz trotz Krankheit: Der deutsche Fußball erscheint im europäischen Vergleich als harte Verschleißmaschine. Die Spieler sind reich, aber entrechtet - wie eine Ich-AG.

BBC: The Secrets of Germany's Success (11.08.2017)
From sick man of Europe to world's richest exporter - how did Germany do it? At the turn of the century, Germany's economy was weak and its unemployment high. Fast forward to today and the country has overtaken China as the world's richest exporter. To find out how, Caroline Bayley travels to rural South Germany, home to many so called "hidden champions", little-known world market leading companies. But she also hears how for all its economic success, Germany has yet to come up with the next Google. Though plans are afoot to catch up with Silicon Valley.

BBC: Community Enterprise (11.08.2017)
What role can the community play in rejuvenating their local economy? Globalisation often results in a big geographical divide between where profits are made and where they are spent. Anu Anand visits two communities trying to reverse that trend and keep investment, jobs and profits close to hand. In Frome, in Somerset, she meets local property developers who are keeping rents low and chain stores at bay in a bid to allow local independent retailers to thrive. And in rural Lancashire she spends time with villagers building their own broadband network and investing in local energy projects. What impact might these initiatives have long-term and could other communities follow suit?

Deutschlandfunk Kultur: Auf der Schattenseite der Servicegesellschaft - Wenn der Zwang zum Lächeln krank macht (08.08.2017)
Lächeln gilt als Zeichen von Zuwendung, es ist gleichsam die Währung für guten Service. Forscher warnen aber mittlerweile vor zu hohem "Freundlichkeitsdruck". Denn wer gezwungenermaßen lächelt, läuft Gefahr, krank zu werden.

BBC: Fish to Share (05.08.2017)
Many British fishermen rejoiced after the UK vote to leave the European Union. They hoped it would mean fewer EU boats fishing in UK waters. Business reporter and sailor Lesley Curwen visits ports and harbours at both ends of Britain to talk to fishermen about their hopes and fears, and hears from a group of European fishermen who argue a hard Brexit would destroy thousands of their jobs.

BR: Zehn Jahre nach dem Crash - Haben wir aus der Finanzkrise gelernt? (02.08.2017)
Im Juli 2007 begann in den USA eine der schwersten Finanzkrisen der letzten Jahrzehnte. Sie stürzte viele Länder in eine tiefe Rezession und die Folgen spüren wir zum Teil noch immer. Vor allem Europa wurde schnell zum Brennpunkt der Krise. Wie konnte das passieren? Und was haben wir daraus gelernt?

DLF: Beginn der Finanzkrise in Deutschland - Der lange Schatten des Jahres 2007 (29.07.2017)
Vor zehn Jahren begann die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, sie erreichte Deutschland im Sommer 2007. Seither ist manches getan worden, um die Banken sicherer zu machen. Experten bezweifeln aber, dass das reicht. Manche fürchten, dass das Risiko einer neuen Krise sogar gestiegen ist.

BR: Viel Aufwand - nichts gespart: Woran die Vergabe öffentlicher Aufträge krankt (25.07.2017)
Statt frisch gekochtem Essen gibt es in der Schulkantine jetzt verkochte Massenware vom Billig-Caterer. Eine für teures Geld errichtete Mehrzweckhalle darf nicht benutzt werden, weil die Deckenverkleidung herunterzufallen droht. Der Fasadenanstrich eines Gymnasiums blättert nach wenigen Jahren schon ab - und niemand weiß, wer die Instandsetzung bezahlen wird. Immer wieder kommt es zur Verschwendung öffentlicher Mittel, weil Aufträge europaweit ausgeschrieben werden müssen, der billigste Anbieter zum Zug kommt, Qualität und Verantwortlichkeit aber auf der Strecke bleiben.

SWR: Reisende kann man nicht aufhalten - der Aufstieg von AirBnB (24.07.2017)
Privatzimmer für Urlauber - mit dieser Idee ging die Internet-Firma AirBnB an den Start. Inzwischen tummeln sich einige Anbieter auf diesem Geschäftsfeld. Mittlerweile sind es auch nicht mehr nur Privatzimmer, sondern ganze Wohnungen. Während in großen Städten preiswerte Mietwohnungen unauffindbar sind, findet man überall AirBnB-Angebote. Wohnungsfrust und Reiselust liegen dicht beieinander. Vom Charme und von den Gefahren des Modells

DLF: Vor 150 Jahren - Der Abschluss des ersten Bandes des "Kapitals" (20.07.2017)
In seinem Hauptwerk wollte Karl Marx „das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft enthüllen“. Fertig geworden ist er damit nie: Den ersten Band schrieb er mehrfach um, den zweiten und dritten konnte er nicht mehr vollenden.

SWR: Marktplatz der Neurosen: Über die Psychologie der Börse (19.07.2017)
Es diskutieren: Norbert Betz - Leiter der Handelsüberwachung an der Börse München, Prof. Dr. Sighard Neckel - Sozialwissenschaftler, Universität Hamburg, Mark Schieritz - Finanzpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit"

WDR: Simpel. Transparent. Standardisiert. EU mit neuer Finanzblase? (09.07.2017)
Einfachere Kredite für den Mittelstand und günstige Darlehen für Immobilienkäufer, das verspricht sich die Europäische Kommission von einem neuen Instrument auf dem Finanzmarkt. Ein Label für simple, transparente, standardisierte Verbriefungen soll so schnell wie möglich eingeführt werden. Doch wer wird am Ende davon profitieren?

SWR: Glückloses Unterfangen - der Staat reguliert die Spielhallen (08.07.20127)
Automatenglücksspiele boomen - doch jetzt soll die Branche neu geregelt werden. Etliche Spielhallen müssen schließen. Doch noch ist nicht klar, wie die neuen Regelungen in den Bundesländern und in den Kommunen umgesetzt werden.

BR: Vor dem G20-Gipfel - Ist eine gerechtere Globalisierung möglich? (05.07.2017)
Seit fast 20 Jahren treffen sich die G20. Ziel des Zusammenschlusses der 20 größten Industrie- und Schwellenländer: Globalisierung gerechter gestalten. Doch das wirtschaftliche Ungleichgewicht weltweit wirft die Frage auf, ob das überhaupt möglich ist.

SWR: Sport und Kommerz (04.07.2017)
Sport ist Entertainment. Sport ist eine Wirtschaftsmacht. Sport ist aber auch Sport. Die Verbindung mit dem Kommerz kann für alle von Vorteil sein. Das Geld sorgt für hochklassige Sportereignisse. Die Zuschauer freuen sich. Das Fernsehen bekommt hohe Einschaltquoten. Und die Firmen, die den ganzen Zirkus bezahlen, steigern ihre Beliebtheit.

Deutschlandfunk Kultur: Zehn Jahre Finanzkrise - Einfach weiter und immer weiter (03.07.2017)
Ist heute alles besser an den Finanzmärkten als damals? Der Volkswirtschaftler Hanno Beck sagt: Nein. Die Banken hätten wichtige Lektionen schon wieder vergessen. Und auch die Politik macht einfach weiter, als wäre nichts passiert.

HR: Mehr als Geld und gute Worte. Wem hilft die Entwicklungshilfe? (03.07.2017)
"Wer Afrika helfen will, darf kein Geld geben." Das meint der kenianische Ökonom James Shikwati. Der liberale Denker fordert seinen Kontinent zu mehr Eigeninitiative auf und zum Kampf gegen die Korruption. Deutschlands Entwicklungsminister Gerd Müller hingegen sieht in Afrika einen "riesigen Markt". 23 Milliarden Euro hat die Bundesregierung bereitgestellt, so viel Geld wie noch nie. Damit werden Projekte gefördert, die die Armut eindämmen, Arbeit und Infrastruktur schaffen und Flüchtlinge abhalten sollen, sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu begeben. Diese Pläne und Projekte werden im Auftrag der Bundesregierung von "Durchführungsorganisationen" umgesetzt. Dazu zählen in Hessen die KfW Entwicklungsbank und die GIZ, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Ihre Projekte sind langfristig und erfordern einen langen Atem. Und wenn am kommenden Wochenende die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften in Hamburg zusammentreffen, dann werden ihre Vertreter möglicherweise auch feststellen, dass es nicht genügt, Milliarden bereitzustellen, damit schon morgen alles besser wird.

BR: Bauer sucht Kundschaft - Neue Ideen bei der Direktvermarktung (29.06.2017)
Direktvermarktung ist für kleinere Bauernfamilie oftmals eine gute Überlebensstrategie. Dafür sind aber kreative Konzept gefragt: zum Beispiel Abendmärkte, landwirtschaftliche Solidargemeinschaften oder die sogenannte Food Assembly.

IMF: Growth in the Shadows: Sub-Saharan Africa’s Informal Economy (28.06.2017)
By 2035 sub-Saharan Africa will have more working-age people than the rest of the world’s regions combined. This growing workforce bulge will have to be met with jobs, but the region remains one of the toughest places to do business. Meanwhile, small-unregistered household businesses provide up to 90 percent of jobs outside of agriculture. The IMF’s latest Regional Economic Outlook for sub-Saharan Africa devotes an entire chapter on the informal economy, and in this podcast we speak with economist Ali Mansoor, coauthor of the study.

SWR: Mode-Branche im Umbruch - Die Krise der traditionellen deutschen Unternehmen (27.06.2017)
Die deutsche Modeindustrie hat einen schweren Stand im Moment. Die Konkurrenz breitet sich immer mehr aus auf einem schwer umkämpften Markt und erhöht den Druck. Diese Konkurrenz kommt vor allem aus zwei Richtungen: Aus dem Ausland und aus dem Internet. Und sie drängt auf einen Markt, wo das Angebot die Nachfrage längst übersteigt, was ein deutsches Unternehmen nach dem anderen in Richtung Pleite zu treiben scheint. Wie problematisch stellt sich die Situation dar? Was sind die Gründe? Und welche Strategien könnten helfen, die Krise zu überwinden?

DLF: Bezahlsystem Bitcoin - Wie die digitale Währung funktioniert (24.06.2017)
Virtuell bezahlen, ohne dabei über ein Konto verfügen zu müssen und ohne dass dabei ein Geldinstitut beteiligt ist: Für Fans der virtuellen Währung Bitcoin bedeutet das vor allem eines: Unabhängigkeit. Kritiker sehen in den Bitcoins, von denen man bis heute nicht weiß, wer sie erfunden hat, aber auch Gefahren.

Sandra Navidi ist eine Insiderin der Finanzbranche. Sie kennt die wichtigsten Player und maßgeblichen Netzwerke. Die können relativ unkontrolliert von Politik und Gesellschaft ihren Interessen nachgehen. Und genau das wird zur nächsten Finanzkrise führen.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert, mehr Menschen an den Gewinnen durch die Globalisierung zu beteiligen. Der Staat müsse durch Umverteilung dafür sorgen, dass mehr Leute von dem wachsenden Kuchen profitierten.

DLF: 55 Jahre Agrarpolitik in Europa - Butterberge und Bauernsorgen (14.06.2017)
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union ist eine Geschichte vieler Erfolge, aber auch eine von Milchseen, Butterbergen, Höfesterben und industrieller Landwirtschaft. Auch in Zukunft werden sich die Interessen der Einzelstaaten und die der Bauern, Verbraucher sowie Naturschützer nur schwer in Einklang bringen lassen.

NDR: Schifffahrt in der Dauerkrise (13.06.2017)
Die Welthandelsströme verändern sich - auch durch die Digitalisierung. Das bekommt unter anderem die Seeschifffahrt zu spüren. Wie können Häfen und Reeder reagieren?

Die Erdbeere hat Robert Dahl und seine Familie reich gemacht. In riesigen Verkaufsscheunen werden mehr als 15.000 Produkte rund um die Erdbeere angeboten, es gibt mittlerweile sogar auch einen Erdbeer-Erlebnis-Park. Dabei sah es nicht immer gut aus für das Familienunternehmen.

Nun also auch Lidl. Während Aldi schon seit 40 Jahren in den USA präsent ist und ein Netz von mittlerweile 1.600 Filialen aufgebaut hat, zieht nun Lidl nach: Nächste Woche werden die ersten Märkte in den USA eröffnet. Bis zum Sommer 2018 sollen es schon 100 Filialen sein. Welche Strategie steckt hinter Lidls Expansionsplänen? Wie sind die Chancen des deutschen Discounters auf dem nordamerikanischen Markt? Und welche Chancen ergeben sich daraus für deutsche Lidl-Zulieferer?

Mit dem Seetransport von Containern ließen sich früher Milliarden verdienen. Fast alle deutschen Reedereien orderten deshalb immer neue Schiffe, um am transkontinentalen Boom teilzuhaben. Heute jammern sie.

While science and technology propel us into the future at what some would describe as breakneck speed, Oxford University’s Ian Goldin says we should draw from the past because we’ve been here before. In this podcast, Goldin compares the social division, political extremism and insecurity of the first Age of Discovery in the 15th Century, with what is happening today. Contributors: Ian Goldin, founding director of the Oxford Martin School, and Professor of Globalization and Development at Oxford University.

Wenig Arbeitslose, viel Export - doch Skandale bei Siemens, Deutscher Bank oder VW schaden dem Image. Auch gibt es Zweifel an der Innovationskraft der deutschen Wirtschaft.

Am 5. Juni ist der "Internationale Tag der Umwelt". Er ruft dazu auf, die Natur zu schützen. Aber was ist der Wert der Natur? Darüber diskutieren wir mit Prof. Bernd Hansjürgens, Professor für Volkswirtschaftslehre und Umweltökonomik, und der Autorin Barbara Unmüßig.

Es diskutieren: Thomas Binn - Sozialpädagoge, freier Filmemacher, Barbara Rochholz - Förderschul-Lehrerin an einer Gesamtschule in Bochum, Heike Schmoll - FAZ

Sie heißen Blackwater, Securitas oder DynCorp und nennen sich Sicherheits-Dienstleister. Sie sind Unternehmen, die bewaffneten Schutz und bewaffnete Begleitung für Objekte wie für Personen in den Kriegs- und Krisengebieten der Welt anbieten. Ihre Struktur scheint sich jeder Regulation zu entziehen.

Es ist das vierte griechische Sparpaket seit Beginn der Krise 2010: Über Monate hatte die Regierung mit den internationalen Geldgebern gerungen - wieder einmal geht es vor allem um Rentenkürzungen und Steuererhöhungen. Bei der griechischen Bevölkerung kommt das Sparpaket – wie zu erwarten war - alles andere als gut an.

Nina Robinson looks at how India’s digital payments industry is mushrooming after Prime Minister Narendra Modi’s demonetisation ‘shock doctrine’ tactic to rid the country of 500 and 1,000 rupee bills last November. It had an unimaginably huge impact on India’s digital payment and banking systems. The sector now has to cope with an enormous increase in digital payments using your mobile phone. People are making e-payments for goods using these ‘e-wallets’. New digital payment points have sprung up everywhere and now even small vendors and hawkers are using them. Global Business examines whether a cashless economy in India could really work to bring untold future economic benefits

In Zeiten der Null- oder Niedrigzinspolitik sucht Kapital nach erfolgversprechenden Anlagemöglichkeiten. Immer mehr Vermögende kaufen sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoins. Fondsmanager und Hedgefonds-Milliardäre mischen sie bereits ihren Wertpapier-Paketen bei. In Japan gelten Bitcoins seit April als offizielle Währung, und die US-Börsenaufsicht steht kurz davor, einen Bitcoin-Fonds einzuführen. Das alles treibt den Kurs des virtuellen Geldes derzeit auf ein Rekordhoch. Wir fragen: Sind Bitcoins das Zahlungsmittel der Zukunft oder am Ende bloßes Spekulationsobjekt, das womöglich auch dunklen Geschäften dient? Finanzexperten warnen vor erheblichen Kurs-Schwankungen. So viel ist klar: Wer ins Bitcoin-Geschäft einsteigt, geht auch ein Risiko ein.

For decades the UK has not produced enough engineers. What's been going wrong? Is education at fault or does engineering have an intractable image problem? Engineering is a very male world. If that changes, might its recruitment problem disappear? Ruth Sunderland visits businesses with innovative schemes aimed at reversing the trend, and meets students, teachers and industry leaders. Who will be the engineers of the future?

Ein Teeladen, eine Buchhandlung, eine Bäckerei – sie alle bekamen zum Jahreswechsel die Kündigung, weil sie die geforderten Mieterhöhungen nicht zahlen können. Sechs Monate bleiben den drei Gewerbetreibenden aus Berlin – so lange läuft die Kündigungsfrist. Umziehen? Kämpfen? Oder kapitulieren?


Zehn Millionen Deutsche suchen einen Partner per Internet - mindestens. Über große und kleine Online-Agenturen und Partnerbörsen. Was lange Zeit als etwas anrüchig galt, ist inzwischen ein ganz normaler Weg, um die Frau oder den Mann fürs Leben zu finden. Und es ist ein lukratives Geschäft

"Chaos", "miserabelster Service aller Zeiten", "unzuverlässiges Unternehmen" - egal wohin man hört, die Leute schimpfen über die Deutsche Post. Dabei befördert der Konzern bundesweit mehr als 70 Millionen Sendungen, die oft schon am nächsten Tag zugestellt werden. Doch dieser logistische Kraftakt interessiert die Kunden kaum. Sie ärgern sich über lange Wartezeiten an den Schaltern, über Sendungen die nicht ankommen und über steigende Preise. Der Name "Deutsche Post" hat viel von seinem Glanz verloren.

Die Kirchen in Deutschland sind riesige Wirtschaftsunternehmen. Sie sind nicht nur Wald-, Grund- und Immobilienbesitzer, sondern auch große Arbeitgeber und besitzen viele Firmen und Beteiligungen. Ihr Gesamtgeschäft hat ein Volumen von 129 Milliarden Euro im Jahr.

McDonalds has long dominated the burger market and continues to do so in the UK. But the US owned, giant fast food chain is in the midst of a make-over. Posher burger chains are springing up everywhere and McDonalds is now offering table service and new-look restaurants. Matthew Gwyther, Editor of Management Today, asks how and why McDonalds feels the need to present a new image to its customers and whether it will work in today's health conscious society

Wasserstoffautos mit 600 km Reichweite gibt es schon heute, Wasserstoff als unterirdischer Energiespeicher ist in der Testphase und Wasserstofftankstellen, die gleichzeitig Kläranlagen mit Sauerstoff versorgen, sind im Entstehen.

DLF: Sparen & Finanzierung - Angst vor der schnellen Zinswende (17.05.2017)
Das Zinstief könnte bald ein Ende haben: Analysten rechnen langfristig mit wieder steigenden Zinsen. Das wäre gut für Sparer, doch Kreditnehmer müssten wieder mehr bezahlen. Die Forderung nach einer Zinswende wird immer lauter, doch ein zu schneller Anstieg könnte gefährlich werden.

BR: Das Geschäft mit dem Müll (11.05.2017)
Deutschland ist Recycling-Weltmeister. 71 Prozent des Verpackungsmülls werden wiederverwertet. Nimmt man den Müll aber genauer unter die Lupe, kommt etwas anderes heraus. Bei Glas, Papier und Pappe sowie bei Metallen funktioniert das mit dem Recyceln relativ gut, aber der Blick auf den Plastik-Müll ist ernüchternd: Fast die Hälfte landet im Ofen einer Verbrennungsanlage.

Die EU hat das weltweit teuerste zivile Förderprogramm für die Entwicklung von Robotern auf den Weg gebracht. Doch was Roboter können sollen und ob es ethische Grenzen ihrer Aufgaben geben muss, dazu gibt es in Europa bislang keine Regeln.

Afrika steht weit oben auf der politischen Agenda. Die EU verhandelt schon seit 2002 über Wirtschaftspartnerschaften. Aber kommen die schwachen Ökonomien der afrikanischen Partner gegen die europäische Wirtschaftsmacht an?

Digitalisierung und Automatisierung haben unsere Arbeitswelt von Grund auf verändert: Kein Büro ohne Computer, kaum eine Werkshalle ohne computergestützte Maschinen. Das Zauberwort heißt: "Industrie 4.0". Gäste: Prof. Dr. Gerhard Bosch, Arbeitsmarktexperte und Dr. Joachim Bühler vom Branchenverband Bitkom e.V. der Digitalwirtschaft

Der Bio-Sektor ist längst keine heile Welt mehr: Bauern bekommen Billig-Konkurrenz aus dem Ausland und gleichzeitig haben es die klassischen Bio-Läden schwer. Sie werden großen Bio-Supermärkten oder gleich von den Discountern verdrängt. Die Verbraucher sollten genau hinschauen, denn Bio ist nicht gleich Bio.

Remittances – Rücküberweisungen – übertreffen die offizielle Entwicklungshilfe um ein Dreifaches. Es ist das Geld, das Migranten in ihre Herkunftsländer schicken, um die Familie daheim finanziell zu unterstützen. 2016 sollen laut Weltbank rund 575 Milliarden US-Dollar transferiert worden sein. Die Zahlungen sind längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Mit einem Klick einen Sparplan abschließen oder einen Kredit aufnehmen: Solche Apps im Bereich der Finanztechnologien - kurz FinTech - werden von einer boomenden Start-up-Szene entwickelt. Doch der Rausch erinnert an die Euphorie vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

Wirtschaftsprofis täuschen, tricksen, lügen und betrügen, sourcen out und sparen, wo und wie immer es geht - auf Kosten der Mitarbeitenden und der Gesellschaft: VW-Abgasskandal, Schlecker-Pleite oder Stahlkartell sind prominente Beispiele für Unternehmen, in denen Moral und Ethik offenbar keine Rolle spielen. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt, heißt es in der Bibel. Was ist dran an dem Zitat?

How have private businesses fared in Greece since the crisis began? The economy has shrunk by nearly a third and unemployment has soared. So what have companies had to do to survive? And have any managed to actually thrive? Louise Cooper meets hopeful entrepreneurs, embattled importers, and a few small companies going underground in a bid to avoid rising costs and disappearing demand. Can Greece ever return to growth?

Wenn es um ökonomische Bildung geht, bieten Unternehmen und Verbände den Schulen in vielfältiger Formen ihre Hilfe an. Das reicht von Vorträgen bis hin zu kostenlosen Unterrichtsmaterialien. Doch es bleibt den Lehrern überlassen, diese auf fachliche Korrektheit und didaktische Qualitäten zu prüfen.

Mehrere hundert Schulen haben an einem Wettbewerb teilgenommen, den das Online-Unternehmen Amazon initiiert und für den es auch etliche Preise zur Verfügung gestellt hatte. Auch wenn die Kinder in dem Wettbewerb ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten, Ziel des Unternehmens war ein ganz anderes.

Sie waren kühl kalkulierende Händler, ließen Waren von Handwerkern produzieren und übernahmen dann Logistik und Verkauf: Kaufleute aus 80 Städten schlossen sich vor fast zwei Jahrhunderten zur Hanse zusammen. Sie war Basis für regionale Märkte und internationale Messen - jetzt gibt es neue Erkenntnisse über ihre Geschichte.

DLF: Sonderwirtschaftszonen in Polen - Am Tropf der Weltkonzerne (23.04.2017)
Internationale Investoren sind nach Polen gekommen, um in abgegrenzten Gewerbeparks von Sonderkonditionen durch den polnischen Staat zu profitieren. Die entstandenen Arbeitsplätze bringen den Menschen in der Region jedoch nicht nur Vorteile, vor allem heimische Unternehmen haben das Nachsehen.

SWR: Arbeitszeugnisse (22.04.2017)
"Hat sich stets bemüht" ist eine bekannte Floskel, doch Feinheiten lassen sich unter den Vorgaben der Arbeitsgerichte kaum formulieren. Das führt oft zu geschönten Zeugnissen.

Gewinnt am Wochenende in Frankreich Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl, könnte das für die Eurozone gravierende Folgen haben: Denn Le Pen will aus der Währungsunion aussteigen. Wäre das der Anfang vom Ende des Euros - und welche Alternativszenarien gibt es?

Es diskutieren: Prof. Dr. Dietmar Fink - Fachbereich Unternehmensberatung und -entwicklung, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Julia Leendertse - Freie Wirtschaftsjournalistin, Köln, Prof. Dr. Stephan Friedrich von den Eichen - Geschäftsführer IMP Denkwerkstatt, München

Lange Zeit waren Köchinnen und Köche namenlose und kaum beachtete Haushaltssklaven, heute sind sie oft Superstars. Doch der Alltag in der Küche ist wenig glamourös.


Die USA, traditionell das Flaggschiff des freien Handels, gehen auf einen neuen Kurs: America first. Und die Briten, auch sie traditionell eine Nation, die auf weltweite Geschäfte setzt, treten mit dem Brexit kurzerhand die in über vier Jahrzehnten gewachsenen Handelsverträge in die Tonne. Und in vielen Ländern der Erde lassen sich Regierungen in Versuchung führen und errichten neue Handelshemmnisse, um die eigene Wirtschaft zu schützen. War es das, mit der Globalisierung

Als der Wiener Heinz Kumpf entdeckte, wie lecker Roma-Familien im ostslowakischen Dorf Pavlovce Gurken einkochten, hatte er eine Idee: Er gründete einen Verein, der die Familien dabei unterstützt, ihre eingekochten Gurken nach Österreich zu verkaufen.

Martin Luther war ein Kritiker des Ablasshandels. Er forderte: Gottes Gnade umsonst für alle und nicht als kostenpflichtige Ware - eine Botschaft mit ökonomischen Konsequenzen bis heute. Die Idee des Gemeinguts wird in alternativen Kreisen wieder lebendig.

Rund um Ostern klingeln bei den Süßwarenherstellern und Einzelhändlern wieder die Kassen. Das höchste Fest im christlichen Kirchenjahr sorgt für satte Umsätze und viele Unternehmen nutzen Ostern als Werbeplattform. Allerdings stößt die zunehmende Kommerzialisierung bei den Kirchen in Deutschland auf wenig Begeisterung.

Northern Ireland is the only part of the UK that shares a land border with the European Union. It voted to stay in the EU in last year’s referendum. Tens of thousands cross between Northern Ireland and the Republic of Ireland every day to work. Matthew Gwyther, the editor of Management Today, travels across Northern Ireland to find out how businesses – large and small – are preparing for life outside the EU and what the potential impact is for the vitally important agriculture industry.

2016 haben chinesische Investoren für etwa 13 Milliarden Euro Firmen oder Anteile in Deutschland gekauft. Tendenz: steigend. Diese Industriepolitik ist sehr umstritten.

Mit dem Programm "Made in China 2025" will China in den nächsten Jahren eine Industrie-Supermacht werden. Dabei stehen Übernahmen ausländischer Firmen ganz oben auf der Wunschliste des chinesischen Staates. Manche deutsche Unternehmen begrüßen die Investitionen, bei anderen wächst die Sorge um "Made in Germany".

Ohne Bauern keine Landwirtschaft - doch die Landwirte befinden sich in der Krise: Der technologische Fortschritt erhöht das Pensum, senkt aber die Umsätze. Das stellt insbesondere kleine Betriebe vor die Existenzfrage.

Productivity, or the lack of it, is one of the great puzzles of the British economy at the moment. Productivity is not about how hard we work, but how much value we get for each hour of graft. And the French seem to be better at that than the British. Jonty Bloom explores how workers in France can put in shorter hours and take longer holidays and yet still have productivity levels close to those seen in Germany and the United States. And he asks whether high productivity always makes for a better economy.

Der neue Sommerflugplan hat gerade erst begonnen und bringt zahlreiche neue Verbindungen an den Flughäfen. So startet die irische Billigfluglinie Ryanair erstmals auch ab Frankfurt/Main und reduziert gleichzeitig ihre Kapazitäten am Hunsrück-Flughafen Frankfurt/Hahn. Ein Strategiewechsel also? Weg von den Regionalflughäfen auf dem platten Land hin zu den internationalen Flughäfen in die Nähe der Metropolen? Was bedeutet dies für die Flugplätze in der Provinz und was für Luftfahrtbranche allgemein, etwa die etablierten Fluglinien, wie etwa Lufthansa? Und wer zahlt am Ende den Preis für den Steigflug der Billig-Flieger?

Sie transportieren Millionen Container über die Weltmeere, damit wir nie auf etwas verzichten müssen und manövrieren schwimmende Hotels mit tausenden Kreuzfahrtgästen: Moderne Seefahrer sind heute auf den Weltmeeren präsenter denn je; durch die Globalisierung floriert der Welthandel und mit ihm der weltweite Schiffsverkehr. Der Arbeitsalltag an Bord hat mit dem früherer Schiffsbesatzungen nur noch wenig gemeinsam: Computergesteuerte Ozeanriesen mit GPS-Navigation machen die Brücke zum High-Tech-Zentrum. Gleich geblieben sind dagegen die Gefahren, wenn Schiffe durch Meerengen und Piratengebiete steuern, Monsterwellen und engen Schleusen trotzen. Traditionelle Seewege wie der Panamakanal sind längst zu klein für die Container-Riesen von heute. Gleichzeitig sind Konkurrenz- und Zeitdruck allgegenwärtig. Mit neuen Schiffsrouten sollen Zeit und Geld gespart werden; Eis brechende Öltanker sollen die Nord-Ost-Passage befahren und das Geschäft noch lukrativer machen. Doch enge Handelswege bergen ein großes Havarie-Risiko - mit weitreichenden Folgen für die Umwelt und die Besatzung: Im Ernstfall sind die Überlebenschancen auf See kaum größer als vor 100 Jahren... Seefahrt ist Knochenarbeit, so der Kapitän Axel Werth. Wir zeigen, worauf es bei der Ausbildung ankommt, wie der Alltag moderner Seefahrer aussieht und wie die Zukunft auf den Weltmeeren möglicherweise aussehen wird.

China ist in den letzten Jahren zum größten Geldgeber Argentiniens aufgestiegen. Präsident Mauricio Macri wollte weg von dieser starken Abhängigkeit. Doch nach gut einem Jahr im Amt zeigt sich, dass kaum ein Weg an der Volksrepublik vorbeiführt. Dabei sind viele Projekte umstritten – gesellschaftlich, politisch und auch ökologisch.

Noch immer leiden Menschen in Afrika unter den Folgen der Kolonisierung. Mittlerweile agieren zwar neue Player - aber auch die scheren sich weder um Nachhaltigkeit und Rechtsstaatlichkeit noch um die Interessen der Bevölkerung. Die Flucht nach Europa ist für viele der einzige Ausweg. In Europa will man deswegen Bleibeperspektiven schaffen - mit einem Marshallplan.

Noch nie gab es in Deutschland so viele Pendler wie heute. Eine neue Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung belegt, dass mittlerweile die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer - also 60 Prozent - vom Wohnort zum Job pendeln. Die Folgen: verstopfte Straßen, überfüllte S-Bahnen, genervte Menschen. Was tun?

Wachsender Güterverkehr auf unseren Straßen belastet zunehmend unsere Umwelt. In vielen Städten ist zeitweise schon die kritische Grenze überschritten. Zu viel Kohlendioxid und Feinstaub in der Luft bedeuten hohe gesundheitliche Belastungen für die Anwohner. Doch welche Alternativen gibt es zum Güterverkehr auf unseren Straßen?

Einkaufen wo immer wir sind: Mit Apps und neuen Gadgets arbeiten die E-Commerce-Riesen an ihrer technischen und logistischen Überlegenheit. Unser Autor Philip Banse hat sich angesehen, was das für die Vielfalt im Einzelhandel und die Innenstädte bedeutet.

6.000 Euro kostet ein Quadratmeter in manchen Wohngegenden Kölns. Vor zehn Jahren war es noch die Hälfte. Ähnlich die Situation in den sechs anderen großen Städten Deutschlands: Das Verhältnis von Kauf- und Mietpreisen steigt - und ist mittlerweile besorgniserregend, warnen Banken und die Immobilienwirtschaft. Droht Deutschland eine Immobilienblase?

"Haste mal nen Euro?" - Diese Worte werden wir vielleicht demnächst auf dem Display unseres Geldautomaten lesen. Und das obwohl wir doch eigentlich genau das Gegenteil vorhatten, nämlich Geld abzuheben. Aber Cash gibt es bei manchen Banken ab sofort nur noch gegen Cash. Gegen eine Gebühr, die auch die eigenen Kunden bezahlen müssen. Das ist die neueste Idee, die (ebenso wie die Gebühr) auf das Konto der Banken geht, damit die in Zeiten niedriger Zinsen auch selbst etwas anzusparen haben. Über Gebühr kundenfreundlich kommen sie auf diese Weise nicht gerade daher, die Banken. Wenn sie denn überhaupt noch daherkommen. Denn in immer mehr Orten schließen nicht nur die Filialen, sondern es werden auch gleich die Geldautomaten abgebaut. Und so läuft die Bank hinter meinem Geld und ich der nächsten Bank hinterher. Soll das der neue Geldkreislauf sein?

Der 500-Euro-Schein wird mittelfristig aus dem Verkehr gezogen, alle kleineren und mittelgroßen Geldscheine jedoch werden nach und nach mit leicht überprüfbaren, aber schwer zu fälschenden Merkmalen neu in Umlauf gebracht. Trotz um sich greifender Kartenzahlung und diversen Angeboten des digitalen Bezahlens hat das Bargeld noch lange nicht ausgedient.

Auf den ersten Blick sieht der neue 50-Euro-Schein aus wie der alte. Aber: Er hat ein paar Details, die es Fälschern deutlich schwerer machen sollen. Seit heute ist er im Umlauf. Nach und nach wird der neue Schein seinen Vorgänger ersetzen. Denn der wurde oft nachgemacht: In den vergangenen zwei Jahren wurden so viele Euro-Blüten aufgegriffen wie noch nie seit der Einführung des Euros. Ein Grund, warum zum Beispiel Banken auf elektronisches Bezahlen setzen. Brauchen wir überhaupt noch Scheine und Münzen?

Die VW-Dieselaffäre und die schlechte Luft in vielen Städten kratzen am Image der Autos. In vielen Kommunen drohen Fahrverbote. Wie geht es mit dem Auto weiter? Ist das E-Auto die Lösung?

Why are Mexicans working abroad sending more money back home? Last year total remittance payments for Mexico reached a record of nearly $27bn – most of that came from Mexicans working in the United States. But it’s a sensitive time with President Trump determined to clamp down on illegal immigrants and build a wall along the US-Mexican border. Caroline Bayley asks how significant those payments are to relatives back home and the Mexican economy as a whole.

Wenn US-Präsident Donald Trump auch deutschen Stahlherstellern jetzt vorwirft, mit Dumping-Preisen der US-Wirtschaft zu schaden, dann sei das zum Teil auch Symbolpolitik, sagte der Wirtschaftsforscher Roland Döhrn im DLF. Solche Vorwürfe seien nur schwierig zu belegen und sie gingen am Kern des Problems in der Stahlindustrie vorbei.

Was ist Glück? Diese Frage treibt Forscher seit den 1980er Jahren um. Auch Ökonomen wie Karlheinz Ruckriegel beschäftigen sich mit dem Zusammenhang von Wohlstand und persönlicher Zufriedenheit. Macht Geld glücklich?

Sie ist eine der Großbanken, die immer wieder in Schieflage gerät: die HSH Nordbank. Weil die EU dem Geldinstitut nicht mehr länger unter die Arme greifen will, muss die Bank bis Ende Februar 2018 verkauft werden. Sonst droht die Abwicklung, die in jedem Fall noch mehr Milliarden kosten würde als ein Verkauf.

BBC: Denmark's Wind Power Progress (25.03.2017)
Denmark is on course to generate 50% of its electricity from wind power in the next three years. The move towards clean energy and self sufficiency stands in stark contrast to the situation the country found itself in after the 1973 oil crisis when street lighting was reduced and people were told not to drive on Sundays. Keith Moore visits the Scandinavian country and discovers how public support and political will has created an industry that not only makes environmental sense but business sense too.

BR: Effizient im Töten und Wursten - Deutschlands größter Fleischkonzern (30.03.2017)
Die traditionelle Fleischlieferkette vom Landwirt zum Metzger um die Ecke gibt es auch in Bayern immer seltener. Eine Hand voll Konzerne übernimmt die Versorgung mit Fleisch und Wurst. Tönnies in Ostwestfalen zum Beispiel. Immer effizienter ist dort das Töten und Verarbeiten organisiert bei gleichzeitig besseren Bedingungen für die Tiere - so sieht es zumindest das Unternehmen. Ulrich Detsch schaut sich bei Tönnies um und besucht Tiermäster, die den Fleischkonzern beliefern.

Schon einmal hat der Verbriefungsmarkt eine Wirtschaftskrise mit ausgelöst. Die EU will ihn jetzt wieder ankurbeln. Steuern wir auf die nächste Finanzblase zu?

Lobbyisten gelten als stille Macht im Staat. Ihr Einfluss ist gewaltig. Sie bringen ihr Fachwissen und ihre Branchenkenntnisse in den politischen Prozess ein. Doch die Grenze zu unlauterer Einflussnahme ist fließend, vor allem bei finanzstarken Lobbyisten.

DLF: Ethik first (27.03.2017)
Wenn US-Präsident Donald Trump die amerikanische Wirtschaft abschotten und Strafzölle einführen will, dann ist es ein De-Globalisierungsprogramm von rechts. Christian Felber ist ebenfalls ein Globalisierungskritiker, allerdings argumentiert er ganz anders. Er will weg vom ungezügelten Freihandel, hin zu einem fairen Welthandel. Wie das funktionieren soll, beschreibt er in seinem Buch "Ethischer Welthandel".

Der Staat zieht sich aus bestimmten Bereichen immer mehr zurück. Die Gefahren der Privatisierung beschreibt Tim Engartner.

Sie heißen Tupper-Tanten, Dildo-Feen oder schlicht Berater. Sie verkaufen Plastikschüsseln, Sex-Spielzeug oder Staubsauger direkt vor Ort beim Kunden und immer öfters auf extra arrangierten privaten Partys. Der Direktvertrieb boomt und das in Zeiten des wachsenden Online-Handels.

Noch nicht im Hades, aber immer noch weit weg vom Olymp - so taumelt der griechische Staat nach wie vor durch seine Schuldenkrise. Was zwar viele in der übrigen Welt vergessen haben mögen, nicht aber Griechenland selbst und auch nicht seine Geldgeber in Brüssel und Washington. Die haben dem griechischen Schuldner einen Rucksack umgehängt - mit viel Geld als Proviant, aber auch mit zentnerschweren Reformauflagen. Kann Griechenland mit einer solchen Last auf dem Buckel jemals über den Schuldenberg kommen? "Nein!", sagen die einen. "Nur so!", sagen die anderen - vor allem die Gläubiger, die regelmäßig an der Strecke Posten beziehen und immer wieder Fortschritte messen wollen. Aber das Ziel ist weit - und die Kräfte, die sind endlich.

Mit der Pleite der amerikanischen Lehman Brothers Bank begann am 15. September 2008 die Internationale Bankenkrise. Der Grundsatz "too big to fail“ hatte sich zum ersten Mal als trügerisch erwiesen. Auch in Deutschland brandeten die Wellen der Finanzkrise an. Die erste Bank, die hierzulande davon erfasst wurde, war die bayerische Hypo Real Estate Holding GmbH. Als erste Bank in Deutschland erhielt sie daraufhin staatliche Garantiezusagen in dreistelliger Milliardenhöhe. Nun steht der ehemalige Vorstandschef Georg Funke in München vor Gericht. Er soll in offiziellen Firmenberichten die Lage der Bank geschönt haben. Wird nach diesem Prozess die Krise aufgearbeitet sein? Schön wär`s. Aber es besteht eher die Gefahr, dass zu viele Leute uns die Krise schönreden.

Das Landgericht München wird ab Montag ein wichtiges Kapitel der Finanzkrise aufarbeiten. Auf der Anklagebank sitzt Georg Funke, früherer Chef der Pleitebank Hypo Real Estate. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Lage der Bank lange falsch dargestellt und die Bilanz geschönt zu haben.

Es diskutieren: Heike Göbel - Ressortleiterin Wirtschaftspolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Prof. Dr. Rudolf Hickel - Finanzwissenschaftler, Universität Bremen, Mark Schieritz - Wirtschaftspolitischer Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit"

China investiert gezielt in Fußballförderprogramme und hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Weltmeister-Titel ist für 2050 angepeilt. Transferrekorde sind bereits geknackt.

"America first!" sagt Donald Trump, und für uns in Deutschland heißt das auch: Wir sollen keine Export-Weltmeister auf Kosten der USA sein. Wir sollen aufhören, den amerikanischen Markt mit unseren Waren zu überschwemmen und stattdessen wie die Weltmeister amerikanische Waren kaufen. Und wenn wir das nicht freiwillig tun, dann sollen uns Zölle und Steuern dazu zwingen. Noch ist nicht klar, ob Donald Trump tatsächlich so frei ist zu handeln, wie er jetzt über den Freihandel redet. Aber deutsche Politiker und Unternehmer sehen bereits Handlungsbedarf.

Beim "Internet der Dinge" liegen die großen Konzerne vorne: Während sie viel Geld in die technische Vernetzbarkeit ihrer Produkte stecken, hängen kleine und mittelständische Unternehmen hinterher. Eine EU-Initiative will das jetzt ändern.

Wenn Migranten daheim gebliebene Angehörige mit Direktüberweisungen unterstützen, ist das effiziente Entwicklungshilfe: Das Geld kommt da an, wo es gebraucht wird. Dieser Geldfluss übertrifft die weltweite Entwicklungshilfe um das Dreifache.

Bis heute gilt Adam Smith als Ideengeber des Neoliberalismus: Der schottische Aufklärer habe aber nie ein egoistisches Menschenbild propagiert, sagt der österreichische Philosoph Gerhard Streminger - sondern immer Markt und Moral zusammengedacht.

Ein Drittel der deutschen Bauern ist über 55 Jahre alt. Viele finden keine Nachfolger in ihren Familien, die ihre Höfe übernehmen wollen. In Schleswig-Holstein, einem Land mit vielen kleinen Gehöften, geht der Trend zu größeren Betrieben.

Unsere Korrespondentin Silke Hasselmann erzählt, warum auch in GPS-Zeiten Lotsen nötig sind - am Beispiel der Lotsenbrüderschaft in Wismar-Rostock-Stralsund.

Um Kokain als Lifestyle-Droge war es lange Zeit ruhig geworden. Eine interne Auswertung des BKA zeigt aber, dass der Schmuggel stetig steigt. Das merkt man auch im Hamburger Hafen.

Vor fünf Jahren ging die Drogeriemarktkette Schlecker pleite. Für tausende Beschäftigte kam das Aus völlig überraschend. Sie standen plötzlich vor dem Nichts. Ab morgen muss sich der frühere Firmenchef Anton Schlecker vor Gericht verantworten, ebenso wie seine beiden im Unternehmen eingebundenen Kinder und seine Frau.

Schneller als wir gucken können schreitet die Digitalisierung der Arbeitswelt voran. Und während in der Industrie die Entwicklung ungebremste Fahrt aufnimmt, stehen Politik und Sozialforschung am Fahrbahnrand und gucken fragend hinterher: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Welche Arbeitsplätze werden wegfallen? Zunehmend tauchen jetzt auch Ökonomen und Unternehmer auf, die besorgt bemerken: die ganze Gesellschaft wird sich verändern, wir stehen vor einem grundlegenden Wandel mit neuen Herausforderungen. Bill Gates fordert deswegen eine Robotersteuer, die Geld und Zeit für den Wandel schaffen könnte. Andere propagieren das bedingungslose Grundeinkommen für alle, damit wir auch nach der digitalen Revolution noch essen, kaufen, überleben können. Wer hat die umfassende Antwort auf die Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0.?

Die Griechenlandkrise zieht sich hin. Das Land kämpft um seine wirtschaftliche Zukunft. Das fordert den Menschen einiges ab. Zu diesen Problemen kommt die Flüchtlingskrise, von der besonders die Inseln betroffen sind, die normalerweise vom Tourismus leben.

Vertreter der internationalen Geldgeber haben in Athen neue Kontrollen des griechischen Reformprogramms gestartet. Dem Vernehmen nach geht es diesmal in erster Linie um die Senkung des Einkommensteuer-Freibetrags von heute 8.636 Euro auf etwa 6.000 Euro pro Jahr. Bedingung für weitere Hilfen sind darüber hinaus Reformen beim Arbeits- und Streikrecht, Kürzungen von Renten sowie weitere Privatisierungen. Mit den neuen Maßnahmen sollen rund 3,6 Milliarden Euro gespart werden. Wie weit soll dieser Sparkurs aber noch gehen? Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt: Die Griechen werden dadurch in Armut getrieben, Arbeitslosigkeit und Bildungsnotstand werden zum Dauerproblem.

Der Ökonom Peter Bofinger gilt als einer der einflussreichsten Wirtschaftsexperten. Wir sprechen mit ihm über die Perspektive der deutschen Wirtschaft: Warum profitieren nicht alle vom Wachstum? Welche Folgen hätte ein Handelskrieg mit den USA? Was passiert, wenn Griechenland aus der Eurozone fliegt?

Legislative, Exekutive, Judikative und - Finanzwesen? Kulturwissenschaftler Joseph Vogl sagt: Wer das Finanzwesen als vierte Macht im Staate nicht (an)erkennt, sitzt einer Legende auf.

Digitalisierung und Roboter nehmen uns immer mehr Arbeit ab. Stellen werden überflüssig. Wovon sollen die Menschen bald leben? Der Essay von Alexander Hagelüken

Die Großen drücken sich, die Kleinen zahlen - darf das sein? Steuergerechtigkeit ist ein zentrales Thema im beginnenden Bundestagswahlkampf. Das Dossier Politik fragt: Wie gerecht geht es zu im deutschen Steuersystem?

Yoga-Schwangerschaftskurse, Schwangerschaftstests, später Windeln und High-Tech-Kinderwagen: Zehn Milliarden Euro pro Jahr setzt die Industrie rund ums Baby allein in Deutschland um. Und: das Geschäft wächst.

Während ehrenamtliche Jeckinnen und Jecken viel Herzblut investieren, ist der Karneval für Musiker, Büttenredner und Wirte vor allem ein lohnendes Geschäft: Längst werden mit dem Karneval Millionen umgesetzt.

E-Sport boomt wie noch nie, der elektronische Sport hat sich mittlerweile zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Einer Studie zufolge wird der weltweite Umsatz in diesem Jahr zum ersten Mal die Eine-Milliarde-Dollar-Marke knacken. Die Leistungen der professionellen Computerspieler, die bereits jetzt mehrere hunderttausend Euro im Jahr verdienen, locken immer mehr Sponsoren, Zuschauer und Fußballvereine an - unter anderem sind bereits der FC Schalke 04, Manchester City, Paris Saint-Germain und Galatasaray Istanbul in den elektronischen Sport eingestiegen. Dazu sorgt die E-Sportbranche auch für neue Trendberufe.

Klimaszenarien sagen für Südspanien geringere Niederschläge und Dürreperioden in den nächsten Jahrzehnten voraus. Schon die bisherigen 1,3 Grad Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit führen in Andalusien zu einer zunehmenden Wassernot. Mit erheblichen Folgen für die Landwirtschaft und ihren rund 250.000 Beschäftigten.

BR: Ohne Netz und doppelten Boden - Der große Traum vom Selbständigksein (07.02.2017)
Beruflich selbständig zu sein bedeutet ein hohes Mass an persönlicher Freiheit, aber auch besondere wirtschaftliche Risiken. Der hochqualifizierte IT-Experte verdient sehr gut, muss aber weltweit ständig unterwegs sein - keine gute Basis für Familie oder ein geruhsames Privatleben. Die studierte Juristin, die sich ihren Traum erfüllt und ein kleines Tattoo-Studio eröffnet, ist übergangsweise auf Hatz IV angewiesen. Und freiberufliche Sprachlehrer werden so schlecht bezahlt, dass auch noch so viel Idealismus die Ebbe im Geldbeutel nicht wett macht.

HR: Das Geld schmilzt auf der Bank - Alles über Inflation (02.02.2017)
Schlimmer kann es für Sparer ja gar nicht kommen: Es gibt keine Zinsen, und jetzt ist auch die Inflation wieder da. 1,9 Prozent werden gemeldet, so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Aber war die Inflation überhaupt jemals weg? Und ist diese Angst vor der Geldentwertung in Deutschland nicht einfach ein irrationaler, historischer Reflex?

Fast ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise und den nachfolgenden Krisen im Euroraum schwächeln die europäischen Banken immer noch. In Deutschland ist das an der Deutschen Bank am besten zu erkennen. Doch auch andere europäische Geldhäuser ächzen unter der Reglementierung und den niedrigen Zinsen. Gibt es vielleicht schlicht zu viele Institute?

Das Silicon Valley gilt als Metropole der High-Tech-Szene. Aber es gibt noch ein anderes Zentrum der Informationstechnik: Seattle entwickelt sich immer mehr zur "kleinen, koketten Schwester" des Silicon Valleys. Christian Sachsinger hat sich dort umgesehen: Besuch in einer Metropole der Informationstechnik.

Es diskutieren: Prof. Dr. Michael Hüther - Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln, Petra Pinzler - Journalistin und Autorin, "Die Zeit", Berlin, Prof. Dr. Werner Plumpe - Wirtschafts- und Sozialhistoriker, Goethe-Universität Frankfurt/Main

Wie lässt sich Armut wirksam bekämpfen? UN- und andere Experten haben in Dörfern in Ghana Schulen und Straßen gebaut und Arbeitsplätze geschaffen.

Hans-Jürgen Jakobs, "Wem gehört die Welt? Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus". Wer kontrolliert die gigantischen Zusammenballungen von Kapital? Ist das noch "Marktwirtschaft"? Wie verflochten sind die weltweiten Geldanalgen?

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben wir in einem echten Weltsystem: dem Kapitalismus. Er ist dabei, sich zu Tode zu siegen. Der Ausstieg aus der heißlaufenden Maschine Kapitalismus stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Auf der Suche nach gesellschaftlichen Alternativen kommen wir um die Frage nach dem Gemeineigentum nicht herum. Von Raul Zelik

Der Autor Mark Fisher hat den Kampf verloren: Indem er seine Depression im gesellschaftlichen und politischen Kontext verortete, wurde er zum marxistischen Analytiker der Traurigkeit und einem genialen Kritiker des Kapitalismus.

Dank der niedrigen Zinsen investieren viele Menschen zurzeit ihr Geld in Immobilien und bauen, sanieren oder renovieren. Davon profitiert das Handwerk, die Geschäfte der Betriebe laufen prächtig. Doch wegen fehlender Fachkräfte und mangelndem Nachwuchs kommen viele Handwerksbetriebe an ihre Grenzen, die Arbeit ist manchmal kaum noch zu bewältigen. Die Folge: unzufriedene Kunden, die sich über lange Wartezeiten und hohe Preise ärgern.

Protektionistische Ideen stehen hoch im Kurs. In den USA, aber auch in Europa. Doch weder kompletter Freihandel noch pure Marktisolation versprechen ein gerechtes Wirtschaftssystem. In vielen EU-Ländern wird dieses Jahr gewählt - und die Populisten schwärmen schon von einer neuen Abschottung.

Es diskutieren: Dr. Svenja Blanke - Sozialwissenschaftlerin, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, Prof. Dr. Günther Maihold - Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin, Ann-Katrin Mellmann - ARD-Hörfunk-Korrespondentin, Mexiko-Stadt

Schlaglöcher, Risse, marode Brückenpfeiler: Seit Jahren wird über den Zustand von Brücken und Straßen geklagt- und diskutiert, wie die Verkehrsinfrastruktur erhalten und saniert werden kann. Zusätzliches Geld scheint nur die eine Hälfte der Lösung zu sein. Woher sollen Geld und Fachkräfte kommen?

Längst bestimmen Konzerne und Börsianer, welche Lebensmittel wir im Supermarkt finden. Marita Wiggerthale warnt: Die Marktkonzentration im Agrarsektor ist eine Gefahr für die Demokratie. Alfons Balmann meint, ohne Konzentration geht es nicht. Der Ökolandbau könne die Welt nicht ernähren.
Gäste: Oxfam-Agrarexperten Marita Wiggerthale und Alfons Balmann vom Agrarinstitut IAMO

Die Landwirtschaft steht unter Druck wie kaum jemals zuvor in der Geschichte. Unter dem Diktat des Ökonomischen scheint kein Platz mehr für die Ethik oder Werte in der Landwirtschaft. Aber gerade aus ihren eigenen Werten könnte die Landwirtschaft Kraft schöpfen.

BR: Automaten und andere Zeitfresser - Womit Kunden zu kämpfen haben (17.01.2017)
Schnell mal selbst das Bahnticket online buchen oder im Café das benutzte Geschirr selbst abtragen - von den Verbrauchern wird verlangt, dass sie immer mehr Dienstleistungen übernehmen, die einst andere für sie erledigten. Und da kommt einiges zusammen.

Deutschlandradio Kultur: Faktor X - Gibt es eine Erfolgsformel für die Kunst? (15.01.2017)
Etwa 9000 freischaffende Künstler gibt es allein in Berlin. Aber nur die wenigsten können von ihrer Kunst leben - nur drei bis vier Prozent eines Absolventenjahrgangs. Warum hat der eine Erfolg und der andere nicht? Ein Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt.

DLF: Fußball-WM 2022 - Wer in Katar für die Fußball-WM baut (15.01.2017)
Katars Hauptstadt Doha ist voller Großbaustellen: Für die Fußball-WM 2022 werden mehrere Stadien gebaut. Nicht von Kataris, sondern von tausenden Wanderarbeitern, vor allem aus Nepal und Indien. Trotz Verbesserungen im Arbeitsrecht sind sie ihren Auftraggebern noch immer ausgeliefert.

SWR: Starke Märkte, schwacher Staat. Teil 1: Warum der Kapitalismus die Demokratie bedroht (15.01.2017)
Die Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise ist ein Resultat eines langen Umbaus des Sozialstaates in eine neoliberale Demokratie, die immer mehr Macht und Verantwortung an die Märkte abgegeben hat, an das starke Kapital. Aus der neuen Spannung zwischen Kapitalismus und Demokratie, zwischen den Kapitalinteressen und den Interessen der Bürger, Politiker und Staaten entstehen neue Konflikte und Krisen, die das demokratische System bedrohen. Professor Wolfgang Streeck, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, beschreibt in zwei Teilen Ursachen dieser Entwicklung und zeigt Auswege.

NDR: Chinas Einkaufstour in Deutschland (12.01.2017)
Chinesische Investoren haben deutsche Unternehmen im Blick. In keinem anderen Land Europas investieren sie so viel.

DLF: Genossenschaften werden Weltkulturerbe - "Einer für alle und alle für einen" (12.01.2017)
Genossenschaften haben in der Landwirtschaft oder auch im Wohnungsbau Tradition. Die UNESCO will sie nun als immaterielles Kulturerbe anerkennen. Dadurch würden sich wieder mehr Menschen mit dieser solidarischen Idee auseinandersetzen, sagte der Historiker Holger Martens im DLF. Es könnten neue gesellschaftliche Impulse daraus entstehen.

SWR: Die TV-Revolution - Wie Netflix und Co. die Fernsehwelt erobern (09.01.2017)
Wer heutzutage einen neuen Fernseher kauft - er ist natürlich internetfähig - stellt fest: Die Apps der Streamingdienste Netflix oder Amazon sind schon installiert. Mit einem kostenlosen Probe-Abo kann man reinschnuppern. Filme und Serien auf Abruf. Dies zeigt, Netflix und Co sind längst in den TV-Alltag eingedrungen. Sie sind weiter auf dem Vormarsch, auch ökonomisch ein Siegeszug. Zu Jahresbeginn schnellte die Netflix-Aktie steil nach oben. Die Firma hat jetzt einen Börsenwert von knapp 60 Milliarden Dollar. Das hat vor allem damit zu tun, dass Neflix Monat für Monat neue Kunden gewinnt, etwa rund eine Million. In diesem Jahr werden es wohl insgesamt 100 Millionen, weltweit.

Deutschlandradio Kultur: Genossenschaften - Auf den Spuren Raiffeisens (09.01.2017)
Im Hungerwinter 1846/47 entwickelte der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen die Idee der Genossenschaft. Und diese Idee ist nach wie vor erfolgreich, wie zahlreiche Neugründungen belegen. Sogar eine Schule hat sich den Ideen Raiffeisens verpflichtet.

BR: Der verkaufte Staat: Wie weit darf Privatisierung gehen? (08.01.2017)
Der "schlanke Staat" war ein Ideal in den 90er Jahren. Inzwischen ist die Kehrseite der Privatisierungspolitik spürbar und die Kommunen suchen ihr Heil in der Rekommunalisierung. Ein neuer Irrweg oder brauchen wir wieder mehr Staat? Studiogäste: Prof. Dr. Tim Engartner, Sozialwissenschaftler, Goethe-Uni Frankfurt und Prof. Dr. Michael Eilfort, Stiftung Marktwirtschaft

SWR: Protektionismus im Welthandel: Die Bremse der Globalisierung (05.01.2017)
Interview mit Rolf Langhammer, Institut für Weltwirtschaft Kiel. Der Wunsch sich abzuschotten richtet sich im Jahr 2017 auch gegen Waren und Wirtschaft aus anderen Ländern. Der Protektionismus kommt, sagt Prof. Rolf Langhammer. Donald Trump schlägt schon vor Amtsantritt Pflöcke ein, hat den Bau eines Ford-Werks in Mexiko verhindert und droht General Motors mit Strafzöllen für Importe. Eine Liberalisierung des Handels dagegen, sei momentan kaum durchzusetzen, vor allem nicht in Frankreich und Deutschland vor den Wahlen. Aber für die Arbeitnehmer sei das nur ein kurzzeitiger Sieg. Und: der Protektionismus spitze den Handelskrieg zwischen China und den USA zu, ist sich Langhammer sicher.

BBC: Mexico and Mr Trump (05.01.2017)
How is Mexico preparing for the presidency of Donald Trump? During the election campaign Mr Trump promised to tear up trade agreements with Mexico, build a border wall and send back millions of illegal Mexican immigrants. Caroline Bayley travels to Mexico to find out how the country feels about the US's new president and what impact his policies might have on Mexico.

DLF: Achtsamkeit 2.0 - Wie das Silicon Valley unsere Seelen retten will (30.12.2016)
Achtsamkeit gilt im Silicon Valley als der neue Brennstoff für gesteigerte Produktivität und Kreativität. Meditiert wird bei Twitter, SAP oder Facebook während der Arbeitszeit. Alles scheint programmierbar - auch die Erleuchtung.

SWR: Ausgeliefert!: Die Online-Shopper und ihre Pakete (21.12.2016)
Es diskutieren: Prof. Dr. Ralf Bogdanski - Logistik-Experte, Technische Hochschule Nürnberg, Marta Kwiatkowski - Trendforscherin, Gottlieb-Duttweiler-Institut, Zürich, Jens Tönnesmann - Wirtschaftsredakteur bei der ZEIT, Hamburg

DLF: Die Allerweltskiste - Leben mit dem Container (18.12.2016)
CMA CGM, CSCL, HANJIN, MAERSK: Klobige Boxen mit übergroßen Schriftzügen, verstaut auf Lkw, zirkulieren pausenlos auf den Autobahnen. In Häfen und auf Schiffsdecks stapeln sich turmhohe Behältergebirge. Millionen Container sind weltweit ständig unterwegs. Was drin ist, wissen wir nicht.

DLF: Wie Flüchtlinge am Wohnungsmarkt betrogen werden (16.12.2016)
Flüchtlinge haben schlechte Chancen auf eine Mietwohnung, selbst wenn das Amt die Miete zahlt. Mancherorts hat sich daher ein Schwarzmarkt entwickelt: Zusammen mit korrupten Mitarbeitern von Wohnungsgesellschaften haben sich einige Migranten darauf spezialisiert, Landsleuten gegen Schmiergeld günstige Wohnungen zuzuschanzen.

Der Brexit sorgt in Irland für Unruhe. Die Menschen fürchten die wirtschaftlichen Folgen. Zölle könnten beispielsweise wieder eingeführt werden, wenn Irland Waren nach Großbritannien liefert. Und im Grenzgebiet zu Nordirland macht man sich Sorgen über ein neuerliches Aufflackern von Unruhen.

BBC: Brexit and the Future of Farming (15.12.2016)
What will Brexit mean for the future of British farms? The EU has been subsidising agriculture - via the Common Agricultural Policy - for decades, and there is a tariff-free market for produce.

HR: Der Mann mit der Maus. Woran Disney heute scheitern würde (15.12.2016)
Am 15. Dezember 1966 starb Walt Disney, und damit der erfolgreichste Unterhaltungsmanager bis heute. Und wahrscheinlich auch aller Zeiten, denn eine Karriere wie sie Walt Disney machte, ist in unserer Zeit, Bill Gates und Steve Jobs zum Trotz, nicht mehr möglich. Disney schuf die Micky Maus und mit ihr ein expandierendes Imperium, das zahlreiche Filmproduktionsstudios, Fernsehsender, Musik-Labels und Funparks betreibt. Dabei war es nicht immer leicht, in der vielfach zum Aufbruch bereiten Medienlandschaft der USA zu überleben. 1950 stand Disney kurz vor der Pleite und wurde durch "Cinderella“ märchenhaft gerettet. Heute, in einer Welt der technischen Innovationen, hätte eine Geschäftsidee, die sich allein auf Unterhaltung konzentriert, kaum eine Chance, derart groß zu werden. Woran genau aber würde Disney heute scheitern?

BR: Der verkaufte Staat: Wie weit darf Privatisierung gehen? (14.12.2016)
Der "schlanke Staat" war ein Ideal in den 90er Jahren. Inzwischen ist die Kehrseite der Privatisierungspolitik spürbar und die Kommunen suchen ihr Heil in der Rekommunalisierung. Ein neuer Irrweg oder brauchen wir wieder mehr Staat? Tim Engartner, Professor für Sozialwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. und Michael Eilfort, Honorarprofessor Universität Tübingen, Vorstand Stiftung Marktwirtschaft

BR: Plattformen, die manches platt machen: Wer teilt mit wem in der share-economy? (13.12.2016)
Smartphone und Internet bieten völlig neue Möglichkeiten, private Besitztümer mit anderen zu teilen und damit effektiver zu nutzen. So lohnt es sich, attraktive Vermittlungsplattformen einzurichten und zu lukrativen Geschäftsmodellen auszubauen. Die Kehrseite liegt auf der Hand: der Vermittler, der sich zwischen Produzent und Konsument schiebt, greift einen beachtlichen Teil des Umsatzes ab. Und seine Verfügungsgewalt über die Daten verschafft ihm eine Machtposition, die sehr problematisch werden kann.

SWR: Das Elend mit den Paketen (12.12.2016)
Der Online-Handel boomt, gerade vor Weihnachten. Nach der Bestell-Lust kommt oft der Liefer-Frust. Vor allem bei Kunden und Paketfahrern.

Dass Profi-Fußballclubs längst Wirtschaftsunternehmen sind, ist nicht neu. Die Debatte hat aber stark Fahrt aufgenommen, seit der erst 2009 gegründete Club RB Leipzig - de facto eine hundertprozentige Tochter des Getränkeherstellers Red Bull - in der ersten Liga spielt und auch noch die Tabelle anführt. Leipzig polarisiert wie nie ein Club zuvor. Verkürzt wird das gerne auf den Gegensatz zwischen Kommerz und Tradition. Ein Anlass aufzuzeigen, wie das Geschäftsmodell der Leipziger genau aussieht, und zu fragen, wieviel Tradition noch in all den anderen Clubs steckt, die als AG, als GmbH oder als GmbH & Co. KGaA daherkommen. Wie sieht die Zukunft aus? So wie in England, wo elf von zwanzig Erstligaclubs ausländischen Investoren gehören?

Der Gipfel von Maastricht am 9. und 10. Dezember 1991 war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Europäischen Union. Die zwölf Staats-und Regierungschefs der damaligen Europäischen Gemeinschaft vereinbarten eine neue Qualität ihrer Zusammenarbeit: mehr außen-und finanzpolitische Absprachen, an deren Ende der Euro stehen sollte. Der Weg dahin war jedoch kein leichter.

Neun Jahre nach der Finanzkrise bleiben die Probleme in Europa ungelöst: Millionen vor allem junger Menschen finden keine Arbeit. Der Finanzsektor bläht sich weiter auf, Steueroasen florieren, die Ungleichheit nimmt zu. Gast: Sven Giegold, Politiker.

Fast 14.000 Menschen haben noch 1989 im größten ostdeutschen Werk für Computer, Drucker und Büromaschinen gearbeitet. Delegationen gaben sich bei Robotron in Sömmerda die Klinke in die Hand. Vor 25 Jahren wurde der letzte DDR-Computer PC 1715 in Thüringen produziert.

Nudging beeinflusst Menschen, ohne dass sie sich dessen gewahr werden. Wegen der positiv formulierten Ziele, gibt es wenig Kritik an dieser Art der Manipulation. Mit dem Ideal von Aufklärung und Demokratie hat das wenig zu tun

Kohle, Mäuse, Knete, Zaster, Pinkepinke: Für viele Deutsche ist nur Bares Wahres. Doch wie lange werden die Geldmünzen noch klimpern und die Scheine rascheln? Die Währung der Zukunft soll virtuell sein – ist das Bargeld schon bald Geschichte?

Der marode Zustand der deutschen Autobahnbrücken ist zum Sinnbild geworden für den Investitionsstau in Deutschland. Für die Autobahnen soll eine Bundesautobahngesellschaft Abhilfe schaffen, darauf haben sich die zuständigen Bundesminister Wolfgang Schäuble, Alexander Dobrindt und Sigmar Gabriel geeinigt. Trotzdem wird das Vorhaben von einigen immer noch scharf kritisiert.

Es diskutieren: Raimund Bau - CEO von SO1.Net, Berlin, Prof. Dr. Bernd Weber - Neurowissenschaftler, Universität Bonn, Helga Zander-Hayat - Leiterin "Markt und Recht" bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Why are Italy's banks in crisis and what's the impact on business? The country's banks have huge numbers of non-performing loans, the result of nearly a decade of recession. The economy has shrunk by nearly 10% in that time. Some small banks have already failed, others may follow. What has it been like to do business through these very lean times? Are banks continuing to lend? And what solutions might there be for one of Europe's biggest players? Ruth Sunderland visits small businesses, the backbone of the Italian economy, and asks what is required to strengthen the banking system.

DLF: Made in Germany - Hersteller produzieren wieder in Deutschland (23.11.2016)
Viele deutsche Firmen produzierten lange Zeit in Niedriglohnländern wie China. Dieser Trend ist vorbei. Immer mehr Unternehmen bringen die Herstellung zurück. Das hat mehrere Gründe - und zum Teil weitreichende Folgen für Firmen, Kunden und Beschäftigte.

SWR: Meinen Chef wähl' ich mir selbst! Neue Formen der Mitbestimmung (22.11.2016)
Firmen experimentieren mit neuen Formen der betrieblichen Mitbestimmung: Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, entscheiden über Arbeitszeiten, Gehälter und Verwendung des Gewinns.

DLF: Traum und Trauma - Das Kreuz mit den Kreuzfahrten (20.11.2016)
Fast zwei Millionen Deutsche waren 2015 Gast auf einem Kreuzfahrtschiff; in den kommenden Jahren wird sich die Zahl noch erhöhen. Kreuzfahrten haben sich von einer elitären Reiseform zu einem Massengeschäft entwickelt. Die Crew leistet Schwerstarbeit, die Bezahlung ist skandalös gering. Ein weiteres dunkles Kapitel: die ökologische Bilanz der Schiffe.

Immer mehr Konsumenten versuchen sich nicht nur gesund zu ernähren, sondern auch gesund zu pflegen. Der Naturkosmetikmarkt boomt. Doch was zeichnet die Pflege aus der Natur aus? Und haben auf dem Markt der großen eingeführten Naturkosmetikfirmen kleine Direkt-Anbieter überhaupt eine Chance?

Immer mehr Unternehmen kehren aus China zurück und produzieren wieder in Deutschland

Das T-Shirt im Online-Shop, die Garnelen auf der Pizza - kommt beides nicht von nebenan. Wir ahnen auch, dass sie unter miesen Bedingungen produziert wurden. Und trotzdem ändert kaum jemand sein Konsumverhalten. Warum eigentlich?

Während die Passagiere immer mehr werden, geben die Fernbusunternehmen reihenweise auf oder werden aufgekauft. Selbst die Deutsche Bahn zieht sich teilweise zurück und überlässt das Geschäft der Firma Flixbus, die seit diesem Sommer 80 Prozent des Marktes abdeckt.
Beiträge: Weit draußen - trotzdem kommen die Fahrgäste: Der neue Fernbusbahnhof in Stuttgart / Flixbus wird zum Monopolisten: Steigen nach der Übernahme von Postbus jetzt die Preise? Interview mit Christoph Gipp, Leiter des Forschungsinstituts Iges / Und zurück bleibt Deinbus: Wie geht es der Firma, die die Marktliberalisierung erst möglich gemacht hat? / Die Opfer des Fernbus-Booms: Fahrer klagen über Arbeitsbedingungen / Immer mehr Passagiere fahren Fernbus - was die Bahn jetzt tun muss

In modernen Autos ermitteln Dutzende Sensoren jederzeit den aktuellen Zustand des Fahrzeugs: Geschwindigkeit, Beschleunigung, Standort und vieles mehr wird an den Hersteller weitergegeben. Aber was, wenn diese Daten auch an Versicherer weitergegeben werden, die sich für das Fahrverhalten ihrer Kunden interessieren? Nicht nur Juristen sehen den Datenschutz im Auto am Tiefpunkt angelangt.

Die westlichen Industrienationen wurden im letzten Jahrzehnt von ökonomischen und ökologischen Krisen geschüttelt. Immer mehr Menschen bezweifeln, dass die Wachstumsraten sinnvoll sind und aufrechterhalten werden sollen. Und sie suchen nach Alternativen.

Seit einigen Jahren schließen immer mehr Hilfsorganisationen Partnerschaften mit der Pharmaindustrie, Ölkonzernen oder Global Playern der Nahrungsmittelindustrie. Verlieren "Save the Children", "Oxfam" und Co. ihre Glaubwürdigkeit?

Hillary Clinton und Donald Trump sind erbitterte Konkurrenten. Aber sie haben auch Übereinstimmungen: Beide wollen etwa die US-Wirtschaft schützen. Protektionistische Ideen spielten im Wahlkampf eine große Rolle und sind weltweit im Kommen - mit unabsehbaren Folgen für die globale Wirtschaft.

China hat in den letzten Jahrzehnten gewaltige Stahlkapazitäten aufgebaut. Doch da die Konjunktur des Landes stockt, drückt Peking den Stahl mit Subventionen auf den Weltmarkt. Die EU verhängt immer neue Strafzölle. Geht die Rechnung "Strafzoll schützt heimische Arbeitsplätze" auf?

BR: Der Tanz um die schwarze Null (06.11.2016)
Sie ist zur mythischen Formel geworden: die Schwarze Null. Der Staat nimmt also genau so viel ein, wie er ausgibt. Wer sich die Mühe macht, die harmonische Null genauer anzusehen, erkennt hinter all dem Glanz auch: eine Kehrseite.

Deutschlandradio Kultur: Wer zahlt den Preis für unseren Lebensstil? (05.11.2016)
Alle zwei Jahre ein neues Smartphone, ab und an ein Billigflug für den Städtetrip oder schnell eine neue Klamotte zum Dumpingpreis. Für viele Menschen ist das ganz normal – auch hierzulande. Shoppen und konsumieren nach Lust und Laune – aber wer zahlt den Preis für unseren Lebensstil?

DLF: Kapitalismus - Karriereschub eines angeschlagenen Konzepts (03.11.2016)
Nach dem Scheitern sozialistischer Experimente fehlen Alternativen zum Kapitalismus - zumal dieser seit der Finanzkrise 2008 an Aufwind gewonnen hat. Dabei entscheidet in dem System eine Minderheit, wohin sich die Wirtschaft entwickelt - und profitiert auch davon. Eine Vortragsreihe in Hamburg vertieft die Debatte.

HR: Staat kauft mit – Chinas Wirtschaftsstrategie (02.11.2016)
Sigmar Gabriel wurde sicherlich auf die chinesische Teezeremonie mit ihren strengen Regeln vorbereitet. Solche Regeln gelten aber auch im sonstigen Umgang mit China, wenn man sein Gesicht wahren will, anstatt es zu verlieren. Und es ist nicht leicht im Augenblick: schon im Vorfeld des Besuchs des Bundeswirtschaftsministers in Peking gab es Ärger. Eine bereits erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers Aixtron durch einen chinesischen Investor hatte Gabriels Ministerium mal eben widerrufen. Chinesische Investoren drängen seit Jahren mit Macht auf den europäischen Markt, deutsche Unternehmen werden dabei gerne genommen. Und das wird mittlerweile nicht mehr gerne gesehen. Denn in China kauft immer der Staat mit, und der hat Interesse an deutscher Hochtechnologie. Da erscheinen Übernahmen manchen als eine Form von Wirtschaftsspionage. Gabriel soll aber nicht nur dieses heikle Thema ansprechen, sondern auf der anderen Seite einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen einfordern. Er wird sehr viel Fingerspitzengefühl brauchen, nicht nur beim Tee trinken.

WDR: Greenpeace - Von der Protestbewegung zum Öko-Konzern (01.11.2016)
Greenpeace ist weltweit eine der führenden Umweltschutzorganisationen, aktiv in über 40 Ländern. Gleichzeitig müssen die Umweltschützer mit der Kritik leben, wie ein Konzern organisiert zu sein und die Werte einer Protestbewegung preisgegeben zu haben.

SWR: Nepalesische Wanderarbeiter in Katar: Arbeit um jeden Preis (31.10.2016)
Für die Fußball-WM 2022 in Katar wird vieles neu gebaut. 1,7 Millionen Migranten leben und arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen. Katars Regierung und die FIFA reagieren langsam.

BR: Wie die Blockchain Technologie die Welt verändern will (30.10.2016)
Software-Entwickler halten die Blockchain für mindestens so wichtig wie die Erfindung des Internets. Wo wird die Technologie bereits eingesetzt und warum schwärmen so viele von ihr? Ein Überblick.

SWR: Rainer Voss, Ex-Investmentbanker (27.10.2016)
"Es war ein Gefühl der Entwöhnung, als würde man sich aus einem Medikament rausschleichen!": So beschreibt Rainer Voss das Gefühl, als er mit Anfang 50 und nach 23 Jahren als Investmentbanker entlassen wurde. Voss war an vorderster Front bei mehreren europäischen Investmentbanken in Leitungsfunktionen tätig, verdiente an einem Tag mehr als sein Vater im ganzen Leben. In dem Dokumentarfilm "Master of the Universe" packte der Ex-Broker über eine Branche aus, in der märchenhafte Gewinne wichtiger sind als Anstand und Moral.

BR: Landwirtschaft in der Krise - wie reagieren die Bauern? (27.10.2016)
Deutschland hat eine ausgewachsene Agrarkrise. Das Auf und Ab auf den Märkten macht den Landwirten schwer zu schaffen. Milch-, Fleisch- und Getreidepreise sind im Keller.

DLF: Ceta und die öffentliche Daseinsvorsorge - Ringen um ein wertvolles Gut (26.10.2016)
Einer der Punkte, die am Freihandelsabkommen CETA immer wieder kritisiert werden, ist die sogenannte Öffentliche Daseinsvorsorge. Dabei geht es um elementare Dinge wie die Wasserversorgung. Die sei besonders geschützt, sagt die EU-Kommission. Kritiker sehen aber mögliche Schlupflöcher im Vertrag.

Deutschlandradio Kultur: Neue Richtlinien für Immobilienkredite - Warum die Bank häufig Nein sagt (24.10.2016)
Die EU will Verbraucher davor schützen, Kredite aufzunehmen, die sie nicht tragen können. Doch bei der Umsetzung dieser "Wohnimmobilienkreditrichtlinie" in deutsches Recht ist der Gesetzgeber zu genau vorgegangen und hat damit vielen Personen die Chance auf einen Immobilienkredit verbaut.

SWR: Strom auf Rädern: Welche Zukunft hat das Elektro-Auto? (21.10.2016)
Es diskutieren: Dr. Joachim Becker - Auto-Journalist, Süddeutsche Zeitung, Prof. Dr. Willi Diez - Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, Prof. Dr. Andreas Knie - Geschäftsführer des Innovationszentrums Mobilität und gesellschaftlicher Wandel, Berlin

NDR: Appetit auf Ackerland (20.10.2016)
Bei der Insolvenz der KTG Agrar haben viele Kleinanleger ihre Einlagen vermutlich komplett verloren. Das Unternehmen wird jetzt abgewickelt.

SWR: Stasi, Gangster, Russenmafia? Wie der österreichische Investor Martin Schlaff zum Milliardär wurde (19.10.2016)
Eine schillernde Figur, die in Deutschland nahezu unbekannt ist: Martin Schlaff, Milliardär und Mäzen aus Wien. Zu DDR-Zeiten verdiente er ein Vermögen im Ost-West-Handel. Bis zum Jahr 2015 gehörte er zu den Investoren, die mit Hochhauswohnungen in Köln-Chorweiler Geld machen wollten. Er pflegt beste politische Kontakte, wird bezichtigt, als Strohmann der Russenmafia aufgetreten zu sein, macht Geschäfte mit Israelis und Palästinensern. Der Autor recherchierte in Berlin, Wien und Köln, in Tel Aviv und Jericho, um hinter das Geheimnis der Biografie des Unternehmers zu kommen.

Deutschlandradio Kultur: Komplexe Technik durch Energiewende - Der Hausmeister 2.0 (18.10.2016)
Im Zuge der Energiewende werden Häuser immer häufiger zu Kraftwerken. Hausmeister sind mit ausgeklügelter Technik wie einer Serverheizung oder einer Algenplantage an der Fassade konfrontiert. Brauchen "Facility Manager" künftig einen Masterabschluss?

BR: Geschäftsideen dringend gesucht - Wirtschaftsförderung in Zeiten billigen Geldes (18.10.2016)
Die Wirtschaft floriert und die Zinsen sind extrem niedrig. Auch die Arbeitslosigkeit bewegt sich auf historisch niedrigem Niveau. Welchen Sinn und Zweck hat vor diesem Hintergrund noch staatliche Wirtschaftsförderung? Besteht nicht die Gefahr von Fehlanreizen? Oder sind Geschäftsbanken nicht in der Lage, das billige Geld, das die EZB in die Märkte pumpt, sinnvoll an die Unternehmen zu verteilen?

DLF: Die Reform der Erbschaftssteuer - Gerecht und verfassungskonform? (13.10.2016)
Kurz vor Ablauf der vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Frist haben sich Vertreter der Regierungskoalition auf neue Regeln zur steuerlichen Begünstigung von Firmenerben verständigt. Einfacher als früher ist es nicht geworden und Oppositionspolitiker haben weiter ihre Bedenken.

Deutschlandradio Kultur: Aldi, Edeka, Lidl und Rewe - Wie Supermärkte die Lebensmittelbranche aufmischen (11.10.2016)
Es sind vier große Supermarktketten, die die Lebensmittelbranche in Deutschland kontrollieren: Aldi, Edeka, Lidl und Rewe. Sie diktieren Herstellern und Kunden ihre Regeln, und auch der Konkurrenzkampf untereinander wird mit harten Bandagen geführt.

Deutschlandradio Kultur: Die Paketdienstbranche - Gelockt, gelinkt und abserviert (11.10.2016)
Der E-Commerce boomt und mit ihm die Paketdienste. Eigentlich müsste das zu steigenden Löhnen führen, doch das Gegenteil ist der Fall: Die Paketboten stehen unter immensem Druck. Und manchmal treibt ihr Job sie auch in den finanziellen Ruin.

DLF: Deutsche Bank - US-Wirtschaftskrieg oder hausgemachte Misere? (10.10.2016)
Einige Experten vermuten einen US-Wirtschaftskrieg gegen europäische Banken: 14 Milliarden Dollar Strafe drohen der Deutschen Bank für die Teilhabe an unseriösen Immobiliengeschäften in den Jahren vor der Finanzkrise. Die Bank will und kann sie wohl nicht bezahlen. Wie steht es um das größte deutsche Geldinstitut?

"Smart" ist eine neue Stufe der industriellen und gesellschaftlichen Entwicklung, die erste angekündigte Revolution. Experten sprechen von einem "Kapitalismus 2.0". Er zeigt sich in der Smart City, der allwissenden Stadt. Der Stadt der selbstfahrenden Autos und beschützenden Ampelsysteme.

Die Zukunft der Kaiser's Tengelmann Märkte bleibt nach einem Spitzentreffen der deutschen Supermarktgrößen ungewiss. Achim Wambach, Vorsitzender der Monopolkommission, kritisierte im DLF, dass hier die Spieler am Markt entscheiden würden, die weder die Konsumenten noch die Lieferanten im Auge hätten.

Der Staat als Mehrheitseigner jedes börsennotierten Unternehmens, die Dividende fließt in den Staatshaushalt - und der Bürger wird dadurch reich. Das ist die Idee des Aktienmarktsozialismus, den der Ökonomie-Professor Giacomo Corneo befürwortet. Für das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt am Main stellt das jedoch keine praktikable Alternative dar.

Sie galt einmal als die wichtigste Bank Deutschlands - die Deutsche Bank. Ihre Bilanzsumme übersteigt die deutsche Wirtschaftsleistung um ein Vielfaches. Auch international galt sie lange als eine der größten und am besten vernetzten Bank. Seit ein paar Jahren aber befindet sie sich in mächtigen Turbulenzen.

Es diskutieren: Prof. Dr. Hans-Peter Burghof - Lehrstuhl für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen, Universität Hohenheim, Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels - Seminar für Bankbetriebslehre, Universität Köln, Mark Schieritz - Finanzjournalist der Wochenzeitung "Die Zeit"

Am 27. Oktober soll das umstrittene Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada unterschrieben werden. CETA ist ähnlich umstritten wie TTIP. Die Gegner fürchten um den Verbraucherschutz und europäische Standards. Ist die Angst berechtigt?

Der Kapitalismus benötigt Wachstum. Ohne stetig steigende Nachfrage geht das System zugrunde. Doch wie könnte eine Post-Wachstumsgesellschaft aussehen? Die Wissenschaft stochert noch im Nebel.

Beim Friseurbesuch geben Frauen dreimal so viel Geld aus wie Männer - aber auch die gehen heutzutage öfter zum Friseur als noch vor zwei, drei Jahrzehnten. Das Angebot reicht vom Schnell-Haarschnitt ohne Anmeldung für acht Euro bis hin zum aufwendigen Hairstyling, das an die 100 Euro kostet. Unter Mädchen, die die Schule verlassen, gilt Friseurin als Traumberuf. Weil immer mehr Friseure sich im Kleinstbetrieb selbstständig machen, beklagen die Innungen eine Atomisierung der Branche.

Sich zusammentun, gemeinsam wirtschaften und am Markt behaupten - Hermann Schulze-Delitzsch gründet Mitte des 19. Jahrhunderts eine der ersten Genossenschaften in Deutschland.

BBC: Estonia’s e-Residents (03.10.2016)
Estonia is one of the smallest countries in Europe, with only 1.3 million citizens. But it is hoping to become much bigger – by attracting what it calls e-residents. A scheme was started two years ago to give citizens of any nation the opportunity to set up Estonian bank accounts and businesses – and to develop a digital identity which can be managed from anywhere. Ruth Alexander examines how it works, and who benefits.

DLF: Die Kunst und der Markt - Zu teuer, um gut zu sein? (03.10.2016)
Mehr als jede andere Kunstform hat die bildende Kunst das Problem, dass für die Werke oft unvorstellbar hohe Summen bezahlt werden. Das stößt und stieß immer wieder auf Kritik. Das Reinheitsgebot, dass Kunst und Mammon auseinander gehalten werden müssen, fordern Leitartikler ebenso wie Feierabend-Sachverständige. Ist die bildende Kunst korrumpiert? Stehen wir wieder am Beginn eines feudalen Zeitalters, an dem sich nur ganz wenige Bilder und Skulpturen leisten können? Oder sollten wir einfach darauf verzichten, von "der" Kunst zu sprechen und einfach besser differenzieren: in Sammlerkunst, Ausstellungskunst und Kunst, die in kein Schema passt?

Es ist offenbar ein unaufhaltsames Projekt des digitalen Kapitalismus: Das Bargeld wird abgeschafft. Es scheint, als ob höchstens Gangster im Film, Angeber oder Steuerhinterzieher in der Realität noch großes Bargeld mit sich herumtragen. Der Vorteil der Abschaffung des Bargeldes liegt auf der Hand: Niemand muss es zählen, reinigen, sortieren und schwer bewacht transportieren.

DLF: Bankenkrise und Konjunktur - "Niedrige Zinsen fallen nicht vom Himmel" (01.10.2016)
Der Wirtschaftsforscher Gustav Horn fordert mit Blick auf die Krise deutscher Großbanken ein stärkeres Engagement der Politik. Die europäische Finanzpolitik müsse ein besseres wirtschaftliches Umfeld schaffen, sagte Horn im DLF. Allerdings herrsche in dieser Hinsicht eine „allgemeine Lethargie.“

Draghis Geldpolitik in der Kritik: Zertrümmert die EZB die deutsche Bankenlandschaft? (29.09.2016)
Interview mit Prof. Stefan Kooths, Ökonom und Leiter des Prognosezentrums am Kieler Institut für Weltwirtschaft

Die EZB ist schuld. Kritiker der Niedrigzinspolitik sagen, die Europäische Zentralbank sorgt dafür, dass Sparer enteignet werden, dass Private Krankenversicherungen ihre Beiträge drastisch erhöhen, Lebensversicherungen nichts mehr wert sind und die Banken Mitarbeiter entlassen. Manche sagen sogar: die EZB ist schuld, dass die AfD so stark ist.

"Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden." Diesen Satz sagte der damalige Vorstandschef der Deutschen Bank Josef Ackermann auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Ein Satz, der immer noch nachklingt, gerade jetzt, wo es der Bank offenbar schlecht geht. Die US Justiz fordert für faule Hypothekendeals vor der Finanzkrise 14 Milliarden Dollar Strafe. Ob die Deutsche Bank dieses Geld aus eigener Kraft auftreiben kann, ist fraglich. Nach einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" bereitet die Bundesregierung bereits einen Rettungsplan für den Fall einer Schieflage der Deutschen Bank vor. Das Bundesfinanzministerium dementiert, Deutsche Bank-Chef Cryan auch. Staatshilfen im Wahljahr wären für die Kanzlerin sicherlich auch der Supergau und ein Offenbarungseid für alle Versuche seit der Finanzkrise, das globale Finanzsystem sicherer zu machen. Was aber, wenn sich die Gerüchte bestätigen? Stellt sich dann nicht auch die Frage: Wer braucht eigentlich noch die Deutsche Bank?

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stehe mittlerweile mit dem Rücken zur Wand, sagte die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert im DLF. Wenn ihre Vetreter nicht dauerhaft niedrige Preise akzeptieren wollten, seien sie dazu verpflichtet, das Öl-Angebot zu reduzieren. Zudem müssten sie zeigen, dass die Opec als Organisation noch eine Legitimation habe.

Wer durch Polen reist, stößt auf Sonderwirtschaftszonen: Riesige Hallen, in denen BASF, Henkel oder Toyota produzieren. Sie genießen dort großzügige Steuererleichterungen.

Gibt es wirklich eine internationale Superelite, die die Fäden zieht und von den Großkonzernen aus die Welt regiert? Antworten gibt der Elite-Forscher Michael Hartmann.

BR: Abschied vom Faktor Mensch. Ein Feature über selbstfahrende Autos und die Moral der Algorithmen (24.09.2016)
Selbstfahrende Autos sollen bald unser Straßenbild radikal verändern. Dabei ist erst kürzlich ein Mensch durch sein Vertrauen in diese Technik ums Leben gekommen. Wie trifft ein Rechner die Entscheidung über Leben und Tod?

BR: Freihandelsabkommen CETA - Was bedeutet es zum Beispiel für die Wasserversorgung? (21.09.2016)
Was bedeutet CETA für die Versorgung mit Wasser, die bisher überwiegend nicht auf dem Markt funktioniert, sondern in öffentlicher Verantwortung liegt, in Bayern vor allem bei den Städten und Gemeinden?

Es diskutieren: Prof. Dr. Werner Abelshauser - Wirtschaftshistoriker, Universität Bielefeld, Carsten Knop - Wirtschaftsjournalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Prof. Dr. Daniel Zimmer - Direktor am Lehrstuhl für Handels- und Wirtschaftsrecht, Universität Bonn

In den letzten Jahren haben Kommunalpolitiker in vielen Städten und Gemeinden die Kreativszene als Standortvorteil und Wirtschaftsfaktor entdeckt. Die Kommunen bemühen sich um Übungsräume für Musiker, Ateliers für Künstler und bezahlbare Co-working-spaces für Designer und Werbegestalter. Wer früher ein Graffiti an eine Wand sprühte, machte sich der Sachbeschädigung schuldig; heute wird er vielleicht als Vertreter einer bestimmten Street-Art-Richtung im Reiseführer erwähnt. Die Kommunen bemühen sich um Übungsräume für Musiker, Ateliers für Künstler und bezahlbare Co-working-spaces für Designer und Werbegestalter. Auch wenn die Grenze zum Kommerz oft fließend ist - brotlos zumindest kann man diese Kunst nicht nennen. Allerdings gelingt es auch nicht jedem, durch Ideen und Projekte nachhaltig seine Existenz zu sichern. Ohne ein gewisses Maß an Selbstausbeutung geht es vor allem in den ersten Berufsjahren nicht.

Es diskutieren: Christoph Bautz - Mitbegründer und Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks "Campact", Prof. Dr. Rolf J. Langhammer - Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Jürgen Matthes - Institut der deutschen Wirtschaft.

Schätzungsweise eine Billion Euro geht den EU-Staaten im Jahr durch Steuertricks verloren. Spätestens seit den Luxleaks-Enthüllungen ist bekannt: Die wahren Steueroasen heißen nicht Panama oder Cayman Islands, sondern Luxemburg, Niederlande oder Belgien.

Der Sparstrumpf ist inzwischen lukrativer als das Sparbuch. Früher reichte es, Geld sich selbst zu überlassen, dann fing es ganz von allein an, sich zu vermehren. Das ist schon lange nicht mehr so. Die Notenbanken, allen voran die Europäische Zentralbank, haben alte Gewissheiten auf den Kopf gestellt. Wem heute der Sparstrumpf zu unsicher ist, und das Sparbuch zu teuer, dem bleiben natürlich andere Möglichkeiten. Aber so gemütlich wie früher sind diese nicht. Die Nation der Sparer ist verunsichert.

The business of making babies is booming, both in the UK and globally, as recent research suggests the world’s fertility industry is set to be worth an estimated 15 billion pounds by the year 2020. One in six couples in the world are thought to experience fertility problems. There's a huge range of treatments available – from egg donation and specialist ‘add ons’ to improve the odds, to egg freezing and surrogacy, not to mention an increasing market for gay and lesbian couples. In Britain, the NHS restricts and rations access to IVF, and sperm donation is heavily regulated. However in Denmark, a multi-million dollar sperm bank is supplying some 80 countries under a very different framework. Pharmacies at the supermarket chain ASDA have been selling IVF drugs at cost price, and tech giants Google and Facebook will pay the costs of freezing the eggs of female employees to be used at a later date. Will ethical and moral issues surrounding the baby making business, hinder the growth of the fertility industry? Or will it continue unhindered, making money for private healthcare providers, individuals and tech start-ups? What does the future hold not just for those making money, but also for those IVF conceived babies and their parents?

SWR: Die Welt des Zolls (08.09.2016)
Heute ist der Zoll eine Allzweckwaffe des Bundes - und eine unverzichtbare Einnahmequelle: Jahr für Jahr spült seine Arbeit mehr als 100 Milliarden Euro in die deutschen Kassen.

WDR: Wirtschaftskorrespondentin Ulrike Herrmann (07.09.2016)
In der Finanzkrise stand die Welt am Abgrund. Eine Situation, die alle überraschte, auch renommierte Wirtschaftswissenschaftler. Wie ist das zu erklären? Und wie kann man ähnliche Krisen in Zukunft verhindern?

In manchen Urlaubsländern wird ständig mit Karte bezahlt und auch bei uns hängt überall Werbung für das „neue Geld“ per App. Nur noch Freaks, Kriminelle und alte Leute wollen bar zahlen, erklären Online-Bezahldienste und sogar Wirtschaftsweise. Auf der scheinbar korrekten Seite stehen Kosmopoliten, junge Kunden und Erfolgstypen, die auch den Magnetwellen-Chip im Körper ausprobieren würden. Bargeld ist von gestern, schmutzig, langsam. Elektronisch oder berührungslos bezahlen ist schnell, sexy, bequem, sicher. Noch haben nicht alle Deutschen diesen Werte-Wandel verinnerlicht. Doch der „War on Cash“ ist allgegenwärtig und eine totale Finanz-Überwachung scheint so bedrohlich wie ein frei laufendes Pocket-Monster.

Geht es nach der Deutschen Bahn, dann könnten in Zukunft Züge vollautomatisiert ohne Lokführer durch Deutschland fahren. Das Argument: Bessere Auslastung der Trassen und der vorhandenen Züge, eine Kostenersparnis von bis zu 30 Prozent und höhere Wettbewerbsfähigkeit. Für völlig illusorisch hält das hingegen die Gewerkschaft der Lokführer (GdL).

In Schweden läuft der Zahlungsverkehr überwiegend elektronisch. Auf Bargeld sind Geschäfte, Restaurants und selbst Banken oft nicht mehr eingerichtet.


Schulden in Milliardenhöhe haben Italiens Banken vor allem in Form fauler Kredite angehäuft. Doch bevor es Staatshilfen geben kann, müssen den Regeln der EU-Bankenunion entsprechend zunächst Aktionäre, Anleihegläubiger und Sparer zur Kasse gebeten werden. Italiens Premier Matteo Renzi aber will die Kleinanleger und Sparer nicht belasten. Denn es könnte ihn das Amt kosten.


Über das "Darknet" werden online viele illegale Geschäfte abgewickelt. Georg Ungefuk von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main erläuterte im DLF, was das "Darknet" ist - und warum sich die Strafverfolgung mitunter als schwierig erweist.

Große Entwicklungshilfeorganisationen haben millionenschwere Partnerschaften mit umstrittenen Konzernen abgeschlossen. Das Geschäftsmodell dieser Unternehmen steht teils in extremen Gegensatz zu dem Kernanliegen der NGOs. In der Kritik stehen zum Beispiel Oxfam und "Save the Children" - es stellt sich die Frage nach ihrer Glaubwürdigkeit.

Wer ein Start-up gründen will, muss lukratives Wachstum bei möglichst minimalem Einsatz von Ressourcen und Investitionen versprechen. Das wird auch dort von Investoren gefordert, wo es gar nicht eintreten kann, etwa bei Lieferfahrern und Lagerarbeitern.

In Portugal wächst die Sorge vor einer neuen Finanzkrise. Die portugiesischen Banken befinden sich in einer schweren Krise. Die Steuerzahler mussten mit Milliarden schweren Zuschüssen mehrere Privatbanken vor dem Kollaps retten. Unter den neuen Regeln der Europäischen Bankenunion ist das nicht mehr möglich. Nun droht vielen portugiesischer Banken die Übernahme durch spanische Geldhäuser.

Gemeinsam sind sie stärker: Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Kammern vernetzen sich nach Branchen organisiert in den Regionen zu Clustern, um Wissen und Kompetenzen zu bündeln. Baden-Württemberg ist hier Vorreiter. Unterstützt vom Wirtschaftsministerium haben sich im Land bereits 120 solcher Zusammenschlüsse gebildet - mit durchschnittlich 61 Akteuren pro Cluster. Wie funktioniert das, und was bringt das den Beteiligten?

Gesetzentwurf, Debatte, Mehrheitsentscheidung - so funktioniert Demokratie. Aber Agrarpolitik geht heute scheint's viel einfacher. Aldi, Lidl und Co. machen den Bauern Vorschriften, wie sie Lebensmittel zu produzieren haben. Gehen die Discounter damit auf die Wünsche der Verbraucher ein? Oder nutzen sie ihre marktbeherrschende Stellung gegenüber den Bauern aus?

Ganze Möbelstücke kann der größte 3D-Drucker der Welt auf Knopfdruck herstellen. Experten glauben, dass diese neue Technologie die bisherige Produktion revolutionieren wird.

Es diskutieren: Prof. Dr. Reinhold Hedtke - Wirtschaftssoziologe und Fachdidaktiker, Universität Bielefeld, Heinz-Peter Meidinger - Gymnasialdirektor und Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, Berlin, Hans Meyer-Albrecht - Regierungsdirektor a. D., ehemals Kultusministerium Sachsen-Anhalt, Goslar

Die Industriegesellschaft ändert sich radikal. Viele Großkonzerne verschwinden, denkt Zukunftsforscher Jeremy Rifkin vor. Die Wirtschaft wird nicht mehr hierarchisch geführt, sondern von vielen gemeinschaftlich gestaltet. Wirklich?

Business Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung ist voll im Trend. Immer mehr Menschen suchen diese Form der professionellen Hilfe, um vor allem schwierige Situationen im Berufsalltag zu meistern oder sich damit den Weg nach oben zu ebnen. Doch Coach ist nicht gleich Coach und zaubern können sie auch nicht. Geld, Markt, Meinung beleuchtet die Branche und zeigt Chancen und Grenzen des Coachings auf.

Am 8. Juli kommt das neue Gesetz zur Erbschaftsteuer in den Bundesrat - ob die Reform dort abgesegnet wird, ist allerdings mehr als zweifelhaft. In den Bundesländern regt sich Protest. Die Grünen, die an zehn Landesregierungen beteiligt sind, könnten das Gesetz verhindern. Sie sehen Firmenerben darin zu stark privilegiert. 

Mit der Einführung des Bestellerprinzips wurde es schwerer für Immobilienmakler Geschäfte zu machen. Viele Vermieter übernehmen die Suche nach einem Mieter nun selbst, Aufträge brechen somit weg. Zudem droht Konkurrenz durch Online-Portale, die Mieter vermitteln. Karsten Böhne zeigt im Nah Dran, wie sich Makler neu erfinden und was die neue Situation für Mieter und Vermieter bedeutet.

Die Bundesregierung hat das Zahlungsmittel Bitcoins als privates Geld anerkannt uns somit diese Währung geadelt. Doch Bitcoins sind nicht die einzige Kryptowährung. Müssen wir für die Zukunft mit ihnen rechnen?

Es diskutieren: Prof. Dr. Christina von Braun - Kulturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität Berlin, Prof. Dr. Michael Hutter - Ökonom, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. Christoph Türcke - Philosoph, Leipzig

Die vierte industrielle Revolution wird kommen, da sind sich Experten einig. Unklar ist aber, was das für den Menschen bedeutet und welche Berufsgruppen vielleicht besonders betroffen sind

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland 25.000 Windräder entstanden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen die Erneuerbaren befürwortet, wächst der Widerstand gegen die Windkraft. Was bedeutet das für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?

Ob Energiewirtschaft, Maschinenbau oder Gesundheitswesen: Chinesische Investoren sind in Deutschland auf Einkaufstour. Sie übernehmen erfolgreiche Firmen, teilweise für Milliardenbeträge. Was machen sie daraus und welche Auswirkung hat das auf die Arbeitsplätze?

BBC: Steel in the UK (19.05.2016)
Amid concern about the future of the Port Talbot steel works - and fear for the jobs of workers there - Peter Day looks at the history of the industry in Britain. When was the heyday of British steel, and what went wrong? Peter visits Port Talbot and also delves into the archives to hear stories from a time when manufacturing dominated the British economy.

Immer weniger Menschen beginnen eine Ausbildung zum Bankkaufmann: Weil in Zeiten von Online-Banking und Banking-Apps weniger Bankkaufleute gebraucht werden. Aber auch, weil im Bankengewerbe ohne Studium nicht mehr viel läuft.

Weltweit wird zu viel Stahl produziert - vor allem in China. Die Überschussproduktion geht in den Export - zu Dumpingpreisen. Das bedroht die Produzenten in Europa.

„Stillstand ist Rückschritt“ warnen Manager und Unternehmensberater und versetzen mit neuen Ideen und Umstrukturierungen ganze Belegschaften in Unruhe. Meist vergeblich, denn: 70 Prozent der Veränderungsprozesse in Unternehmen scheitern.

Es diskutieren: Prof. Dr. Hans Peter Burghof - Lehrstuhl Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen, Universität Hohenheim, Mark Schieritz - Wirtschafts-Korrespondent der Wochenzeitung "Die Zeit", Berlin, Dr. Ursula Weidenfeld - Wirtschaftsjournalistin, Potsdam

Anfang März hat die Europäische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Wer einen Kredit aufnehmen will, freut sich wohl darüber. Stiftungen dagegen stehen vor dem gleichen Dilemma wie jeder Sparer, dessen Vermögen nur noch minimal verzinst wird. Besonders kleine Organisationen müssen erfinderisch werden, um zu überleben.

Die Skepsis und das Misstrauen gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP wachsen. Die jüngsten Enthüllungen über die Verhandlungsposition in Washington geben den Vorbehalten weiteren Auftrieb.

Deutsche und europäische Firmen werden für chinesische Investoren immer attraktiver. Dabei wird viel Wert auf Qualität und Kontinuität gelegt.

Can a computer programme choose the right applicant for a job? Online assessments, scanning programmes, computer algorithms and the number crunching of social network data are all now part of the tool kit of the recruitment industry. As Peter Day discovers, to get through to an actual interview, you often have to impress a computer algorithm first. Traditionally a subjective process, Peter looks at this huge change in the way people are selected for jobs and asks whether technology can achieve the recruiters' aim of eliminating bias from hiring

Edeka, Rewe, Lidl und Aldi: Die vier großen Supermarktketten dominieren mit einem Marktanteil von 85 Prozent den deutschen Lebensmitteleinzelhandel und expandieren ins Ausland. Verbraucherschützer, aber auch das Bundeskartellamt, sind bereits alarmiert und warnen vor einer zunehmend gefährlichen Konzentration. Denn den Preis für die Marktmacht der "großen Vier" zahlen schon heute die Lebensmittelhersteller und Mitarbeiter - und womöglich schon bald auch wir Verbraucher.

Interview mit Prof. Birgit Mahnkopf, Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin

Deutschland hat bei der Förderung und dem Ausbau erneuerbarer Energien eine Vorreiterrolle. Der Abschied von den fossilen Brennstoffen wurde zwar schon oft verkündet, will aber nicht so recht vorankommen. Und das hat vor allem einen Grund: Es fehlt an einer klaren politischen Linie.


Marijuana is now legal in some US states and a fast-growing industry has emerged, especially in Colorado which was the first state to embrace the drug. But according to federal law marijuana is still illegal. This means that many companies can't get banking services, advertise their wares or pay tax in the way that other companies do. So how do they survive and thrive? And in what direction is the US moving? Will marijuana soon become a legal drug, like alcohol, across the US? Or will law-makers decide that Colorado's big marijuana experiment has gone too far? And what is it like to run a company in one of the world's riskiest business sectors?