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Anschauen - Fernsehbeiträge zu Themen aus der Welt der Wirtschaft

Plusminus: Spanien: Sklavenarbeit für frisches Obst und Gemüse (29.11.2017)
In den Wintermonaten ist in Deutschland keine Anbauzeit mehr für Obst und Gemüse, dennoch sind die Supermarktregale voll mit frischer Ware. Sie kommt hauptsächlich aus Spanien, dem wichtigsten "Gewächshaus" Europas. Wie schafft es das Land so viel und so günstig zu produzieren? "Plusminus" begibt sich in Spanien auf die Spur eines ausbeuterischen Systems. Die Reporter verfolgen den Weg des unter katastrophalen Bedingungen geernteten Obst und Gemüses – über Plantagen, Zwischenhändler bis in unsere Supermärkte.

ARD: Paradise Papers: Geheime Geschäfte - Die Milliarden-Deals der Rohstoffkonzerne (05.11.2017)
Glencore. Nur wenige kennen den Namen eines der größten Rohstoffkonzerne der Welt. Dabei geht ohne Metalle aus seinen Minen fast nichts mehr: kein Handy, kein Elektroauto. Glencore hat sich dafür riesige Kupfer und Kobaltvorkommen gesichert, die größten davon im Kongo. Obwohl Milliarden Tonnen der begehrten Metalle im Boden des afrikanischen Landes stecken, sind die Menschen im Kongo bettelarm. Glencore-Manager dagegen sind durch den Börsengang ihres Unternehmens Multimillionäre geworden. Die ParadisePapers erlauben nun einen nie dagewesenen Einblick hinter die Kulissen der Rohstoffbranche und zeigen, wie sich einer der größten Rohstoffkonzerne der Welt mithilfe umstrittener Geschäftspartner eines der größten Kupfervorkommen der Welt sicherte. Fast ein Jahr lang haben fast 400 Journalisten von rund 100 internationalen Medien dafür einen riesigen Datensatz bekannter Offshore-Kanzleien ausgewertet, darunter ein Rechercheteam von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Die Daten waren der Süddeutschen Zeitung zugespielt worden, die sie mit dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) geteilt hat.

ZDFzoom: Datenklau und Cyberwar (25.10.2017)
Sicherheitslücken im WLAN machen Schlagzeilen. Cyber-Kriminelle greifen Wasserwerke, Stromversorger und Krankenhäuser an. Wie angreifbar sind unsere Systeme?

ZDF: Das Windkraft-Dilemma (22.10.2017)
Windkraft - sauber, aber hoch umstritten: Ärgernis im Landschaftsbild, Lärmhorror in Ortsnähe, Albtraum für Vogelschützer. Die Folge: Akzeptanzverlust. Wie geht es weiter mit der Windkraft? Die Windkraft ist die umstrittenste der erneuerbaren Energien und zugleich lukrativ. Die EEG-Umlage garantiert über Jahre hohe Einkünfte. Künftig sollen die Bürger mehr von dem Geschäft profitieren. So will es die Politik. Die Bürger für die Windkraft gewinnen – das kann gelingen, wenn möglichst viele Menschen am Gewinn teilhaben können, und zwar mit sogenannten Bürgerwind-Gesellschaften. Sie werden bevorzugt genehmigt. Doch die Profis der Branche kennen Schlupflöcher. Nach Recherchen von "planet e." nutzen sie die Bevorzugung der Bürgerwind-Gesellschaften aus, um an lukrative Aufträge zu kommen – an den Bürgern vorbei. Nicht überall, wo Bürgerwind draufsteht, ist also auch Bürgerwind drin.

ZDF: Hungriger Drache. Chinas Gier nach deutschen Firmen (30.08.2017)
Chinas Wirtschaft ist hungrig: In einem nie dagewesenen Ausmaß umwerben chinesische Geldgeber deutsche Firmen. Im Fokus stehen Know-how und Technologie "Made in Germany". Noch gilt China in vielen Bereichen als unterentwickelt. Doch mit dem Masterplan "Made in China 2025" wollen Pekings Machthaber das Land zum Weltmarktführer machen. Damit das gelingt, hilft der Staat bei Firmenübernahmen im Ausland mit Kapitalspritzen nach. Immer häufiger werden deutsche Unternehmen von chinesischen Investoren umworben und übernommen. Allein im vergangenen Jahr flossen für Übernahmen und Firmenbeteiligungen mehr als zehn Milliarden Euro von China nach Deutschland. Dabei geht es den Investoren aus Fernost vor allem um den Zugang zum deutschen Markt, um deutsche Technik und Know-how. Aktuelles Beispiel: die Übernahme der Firma Romaco, einem Anbieter von Verpackungs- und Prozesstechnologie, durch die chinesische Truking Group vor wenigen Wochen. "Wir vertrauen darauf, unsere 'großen' Konkurrenten einzuholen und eines Tages zu überholen", verkündete ein sichtlich stolzer Truking-Chairman der Karlsruher Belegschaft. Die "ZDFzoom"-Autoren Nina Behlendorf und Nicolai Piechota beleuchten, wie konsequent die Investitions-Offensive aus Fernost umgesetzt wird und welche Rolle dabei der Masterplan 2025 spielt. Denn während viele Unternehmer die chinesische Shopping-Tour durchaus positiv bewerten, weil frisches Kapital in die Firma kommt und Perspektiven geschaffen werden, warnt Jost Wübbeke vom Mercator-Institut für China-Studien: "Es gibt einen zunehmenden Teil von Investitionen, die durch staatliche Akteure vorangetrieben werden. Dahinter stehen große industriepolitische Strategien, und deren Ziel ist es, ausländische Produkte durch chinesische Produkte zu ersetzen." Fest steht: Die großen Unterschiede zwischen den Wirtschafts- und Rechtssystemen stellen deutsche Unternehmer und die deutsche Politik vor große Herausforderungen. "ZDFzoom" stellt deshalb auch die Frage: Sind Wirtschaft und Politik vorbereitet auf den "hungrigen Drachen" China?

Report Mainz: Digitalisierung von Behörden - Warum Deutschland immer noch Entwicklungsland ist (17.10.2017)
Warten auf dem Bürgeramt - alles ist wie früher. Experten sagen, die digitale Verwaltung ist in Deutschland immer noch nicht angekommen. Die Politik schiebt den digitalen Wandel auf die lange Bank.

In Hagen bietet ein Salon den Herrenhaarschnitt für 4 Euro 99 an. Der knallharter Preiskampf im Friseurgewerbe sorgt aktuell für regelrechte Dumpingpreise. Was Kunden freut, ist für die Mitarbeiter eine Katastrophe.

Monitor: Deutschlands Immobilienmarkt: ein Paradies für Geldwäsche (12.10.2017)
Geschätzte 25 Milliarden Euro Schwarzgeld fließen jährlich in deutsche Immobilien – ein Paradies für Geldwäscher. Das liegt auch daran, dass im deutschen Grundbuchsystem der eigentliche Eigentümer oft schwer zu ermitteln ist, weil ein zentrales Immobilienregister nicht existiert. Die neue EU-Geldwäsche-Richtlinie könnte das ändern. Doch der noch amtierende Finanzminister Wolfgang Schäuble sträubt sich gegen die Verschärfung. Er setzt auf eine weichgespülte Richtlinie, die verabschiedet werden soll, ehe eine neue Bundesregierung im Amt sein wird.

Plusminus: Bürokratie-Abbau – Absurde Vorschriften (27.09.2017)
Weniger bürokratische Vorschriften für kleine und mittlere Unternehmen – eigentlich kein großes Problem. Es kostet nichts und spart sogar Geld. Ganz schön absurd, was da trotzdem zum Teil verlangt wird.

Plusminus: Geldwäsche: Werden Geschäftsleute zur Verantwortung gezogen? (20.09.2017)
Deutschland gilt als Eldorado für Geldwäscher. Kriminelle Organisationen haben 100 Milliarden Euro in Deutschland angelegt. Das neue Geldwäschegesetz soll den Machenschaften einen Riegel vorschieben. Doch funktioniert es auch wirklich?

Für die Bewerbung um die Fußball-Europameisterschaft 2024 nehmen die deutschen Städte offenbar die Verletzung von Grundrechten in Kauf.

"Oben und unten" steht auch für sozialen Auf- und Abstieg. Denn: Zentrale Bereiche unseres Lebens wie Einkommen, Gesundheit, Arbeitslosigkeit oder politische Teilhabe sind nicht zufällig verteilt. Im dritten Teil der Reihe will Reporter Dieter Könnes deshalb herausfinden, wie einfach oder schwer es heute ist, innerhalb unserer Gesellschaft sozial auf- und abzusteigen. Wie steht es um die Chancengleichheit? Sind die Abstiegsängste von Teilen der Mittelschicht wirklich berechtigt?

Rund 648 Milliarden Euro Steuern haben Bund und Länder im vergangenen Jahr eingenommen. Eine Rekordsumme, die die Frage nach gerechter Verteilung der Steuern aufwirft.

WDR: Das Porno-Imperium - Die neuen Spielregeln der Sex-Industrie (06.09.2017)
Pornhub, YouPorn oder Mydirtyhobby gehören zu den beliebtesten Webseiten der Welt. Viele davon sind im Besitz von „Manwin“, eines einzigen multinationalen Unternehmens, das es geschafft hat, den herkömmlichen Markt der Sex-Filmindustrie zusammenbrechen zu lassen. Wer steckt hinter dem Unternehmen, das den Porno-Markt erschüttert hat? Wie konnte es so mächtig werden?

ZDF: Hungriger Drache. Chinas Gier nach deutschen Firmen (05.09.2017)
Chinas Wirtschaft ist hungrig: In einem nie dagewesenen Ausmaß umwerben chinesische Geldgeber deutsche Firmen. Im Fokus stehen Know-how und Technologie "Made in Germany".

Private Investoren für staatliche Infrastruktur - das muss nicht schlecht sein. Doch die Betreiber der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen hatten überhöhte Erwartungen und wollen jetzt plötzlich Millionen Euro vom Steuerzahler.

Mit einem Lieferdienst für Lebensmittel macht der Online-Händler Amazon Supermarkt-Ketten in Deutschland Konkurrenz. Wie reagieren Edeka, Kaufland, Real und Rewe auf den Mitbewerber? Und wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus?

WDR: Bauern in der Klemme – Welche Zukunft hat die Landwirtschaft? (23.08.2017)
Viele Landwirte haben große Summen in modernste Technik investiert und sich damit verschuldet. Moderne Technik, hochgezüchtete Rassen, der Einsatz von Dünger – alles für mehr Ertrag - das gilt seit Jahren bei Politik und Verbänden als Überlebensgarantie der Landwirtschaft.

ZDFinfo: Mit Franchise in den Ruin (03.08.2017)
Obi, BackWerk, Alltours, Kamps - große Unternehmen, die nach dem Franchise-Prinzip laufen. Meist ein Erfolgskonzept: Seit 2002 stieg die Zahl der Franchise-Nehmer um rund 75 Prozent. Doch das System bietet auch Raum für schwarze Schafe: Franchise-Geber, die auf Kosten ihrer Vertragspartner Kasse machen wollen. Sie arbeiten mit Knebelverträgen und Klauseln - ohne Rücksicht auf Verluste. Die Reportage zeigt die Tücken des Franchise.

WDR: Griechenland – Armut trotz Tourismusboom (02.08.2017)
Über 30 Millionen Urlauber werden in diesem Jahr erwartet. Das ist Rekord. Seit Reiseziele wie die Türkei nicht mehr gefragt sind, kommen die Urlauber in Scharen. Davon profitieren vor allem die Touristik-Konzerne, die Fluglinien und die Hotelketten – weniger aber die Menschen im Land.

Plusminus: Fernbus-Boom. Wie Flixbus den Markt beherrscht (26.07.2017)
Erst vier Jahre jung ist die Fernbusbranche. Nach dem Fall des Bahnmonopols stürmten viele Anbieter mit günstigen Tickets den Markt. Doch der knallharte Wettbewerb hat für ein neues Monopol gesorgt: Flixbus mit 93 Prozent Marktanteil.

Kontraste: Inside Facebook - Die Arbeit der Löschteams jenseits der Pressetermine (13.07.2017)
Seit Wochen bemüht sich Facebook, sein Image in der Öffentlichkeit aufzupolieren. Insbesondere geht es um die Mitarbeiter, die damit betraut sind, Inhalte zu löschen. Viele klagten lange über psychischen Druck und wenig Unterstützung vom Dienstleister Arvato. In dieser Woche nun öffnete Arvato die Türen der "Löschzentrale" und präsentierte zufriedene Angestellte. KONTRASTE traf Menschen, deren Ansichten die PR-Abteilung von Facebook wohl nicht von selbst öffentlich machen würde.

Plusminus: Sonntags-Einkauf – Neuer Streit um flexiblere Öffnungszeiten (12.07.2017)
Die großen Warenhauskonzerne wollen das Gesetz abschaffen, dass ihnen die Ladenöffnung an Sonntagen verbietet und sie, aus ihrer Sicht, gegenüber dem Onlinehandel benachteiligt. Aber rechnet sich der verkaufsoffene Sonntag wirklich?

Report Mainz: Geflohen und ausgenutzt. Wie Flüchtlinge in Italien ausgebeutet werden (11.07.2017)
Sommer, Sonne, Sklavenarbeit: Hinter den Kulissen der schönen Urlaubswelt auf Sizilien werden Flüchtlinge in der Tourismusbranche und in der Landwirtschaft unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgebeutet.

mehr/wert: Schutzzölle als Gefahr für Absatz und Jobs? (06.07.2017)
Eine Branche, die besonders für die Exportstärke Deutschlands steht, ist die Autoindustrie. Einigen der G-20-Regierungschefs ist es aber ein Dorn im Auge, dass Deutschland mehr exportiert als importiert.

BR: Elektroautos gegen Arbeitsplätze - wer verliert? (05.07.2017)
Die Entwicklung hin zur E-Mobilität stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt zurzeit an der Autoindustrie. Die IG-Metall befürchtet, es könnten 30 Prozent der bisherigen Arbeitsplätze in der Automobilbranche auf dem Spiel stehen. Schließlich wird ein E-Auto aus weniger und auch aus anderen Teilen gefertigt, z. B. braucht es keine Kolben mehr.
Gerade die Zulieferbetriebe müssen nun einen riesigen Spagat leisten. Sie sollen weiterhin für den Verbrennungsmotor liefern und dennoch in die Zukunft investieren, um weiterhin bestehen zu können.
Kritiker befürchten, dass die deutschen Autobauer von der Konkurrenz aus dem Silicon Valley oder aus Asien überholt werden. Viel zu lange habe man auf den Verbrennungsmotor gesetzt, statt auf Innovationen, habe lieber Abgaswerte frisiert, statt die Branche für die Zukunft fit zu machen.
Und auch die Politik steht in der Kritik: Sie habe ihre Kontrollaufgabe vernachlässigt, zu wenig Anreize gesetzt und falsche Weichen gestellt. Die Gesprächspartner: Vertreter von BMW, Audi und Nio, einem globalen Start-up, das sich auf Elektromobile spezialisiert hat, Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Uni Duisburg, Dr. Sabine Pfeiffer, Soziologin an der Uni Hohenheim und ehemals Professorin für Innovation und Entwicklung an der Uni München, Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur.
Dazu ergänzend dieser Text:
Elektroautos gegen Arbeitsplätze: Die Entwicklung hin zur E-Mobilität stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt zurzeit an der Autoindustrie. Aber wie lange noch? Werden die Beschäftigten die Verlierer des Strukturwandels sein?

ZDFzoom: Laut, schmutzig, gefährlich. Warum immer mehr LKW unsere Straßen verstopfen (28.06.2017)
Deutschland kommt dem Verkehrsinfarkt immer näher. Ein wichtiger Grund: Immer mehr Güter werden per LKW transportiert. Mit zum Teil fatalen Folgen für Mensch, Natur und Infrastruktur. Warum hat sich der Güterverkehr auf der Straße seit 1999 fast verdoppelt, während er auf der Schiene stagniert?
Wo immer mehr LKW unterwegs sind, werden sie auch immer häufiger in Unfälle verwickelt - meist zum Schaden der PKW-Fahrer. Die Polizei kontrolliert Fahrer und Fahrzeuge deshalb gezielt auf Sicherheit und Einhaltung von Ruhezeiten. Doch reicht das um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten?
Wie Ruhezeiten bewusst umgangen werden, weiß Trucker Thomas K. aus eigener Erfahrung. So beschäftigen zum Beispiel viele Handelsketten in ihren Zentrallagern keine eigenen Mitarbeiter um ankommende LKW zu entladen. Diese Arbeit wird von den Fahrern erwartet. Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhephase nach mehreren Stunden hinterm Steuer entfällt so, weil die Fahrer ihren Fahrtenschreiber während des Entladens auf Pause stellen.
LKW-Transport ist meist einfach und billig, Bahntransport oft kompliziert und teurer. Die Speditionen unterbieten sich gegenseitig bei den Preisen, besonders osteuropäische Firmen drücken das Lohnniveau ihrer Fahrer. Deutsche Trucker und Gewerkschafter prangern diese offensichtliche Umgehung des Mindestlohns sowie die mangelnde Kontrolle des Zolls seit Jahren an.
Ein wesentlicher Vorteil für den LKW-Transport sind die stetig gesunkenen Mautgebühren. Seit 2011 wurde die Straßenmaut vom Verkehrsministerium um 16 Prozent gesenkt, während die Trassengebühren für die Bahn im gleichen Zeitraum um 13 Prozent erhöht wurden. Seit Jahren fördern die Minister Ramsauer und Dobrindt auf diese Weise den Güterverkehr auf der Straße. Und das, obwohl im Wahlkampf jedes Mal das Gegenteil gefordert wird. Ein klarer Fall von Lobbyismus?
Oliver Koytek und sein Team sprechen mit Unfallopfern, Spediteuren und Politikern. Am Beispiel Österreich zeigen sie schließlich, dass Güterverkehr mit der Bahn auch funktionieren kann - wenn die Politik sich nicht zu sehr von der Auto-Lobby beeinflussen lässt.

Plusminus: Wettbewerbsverzerrung: EZB begünstigt Großkonzerne (14.06.2017)
Die EZB kauft seit Juni 2016 in großem Stil Anleihen von Firmen auf. Ziel ist, die Banken zur Vergabe von Krediten zu bewegen – für mehr Wirtschaftswachstum. Mit dieser Strategie begünstigt sie aber vor allem große Unternehmen.

In Bangladesch, Indien und Pakistan werden jedes Jahr hunderte Containerschiffe abgewrackt. Oft sterben Arbeiter bei Unfällen. Giftstoffe verseuchen die Umwelt. Ausgerechnet aus Deutschland kommen immer mehr Schrottschiffe. | mehr

Mit einem Geschäftsmodell aus wenig Luxus, schnelleren Umlaufzeiten und kreativen Beschäftigungsmodellen setzt der irische Billigflieger Ryanair die ganze Flugbranche unter Druck. Inzwischen setzen auch andere Fluggesellschaften zunehmend auf ähnliche Spar- und Beschäftigungsmodelle.

Viele Bauernhöfe geben auf, auch in Norddeutschland. "Da spielen sich teilweise dramatische Szenen ab", sagt Landwirt Dirk. Es kommt nicht nur zu Hofaufgaben, manche Landwirte haben sich wegen ihrer Existenznöte sogar schon das Leben genommen. Zwei Jahre Milchpreiskrise, das heißt für Tausende Milchbauern, dass sie auf jeden Liter Milch draufzahlen und sich dadurch horrende Schulden anhäufen. Viele Existenzen stehen jetzt auf der Kippe.

Mehr als 30 Milliarden Euro sind verschwunden. Steuergeld, mit dem der Staat eine Menge Schulen und Brücken hätte sanieren können. Doch stattdessen kassierten Banken, Börsenmakler und Anwälte über Jahre das Geld, das dem Fiskus zugestanden hätte. "Es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik", sagt der Finanzwissenschaftler Christoph Spengel.

Die Digitalisierung macht vor nichts halt. Nicht nur in der Medizin oder bei Banken und Versicherungen entwickeln sich im Zuge der Digitalisierung neue Arbeits- und Geschäftsmodelle. Auch juristische Fragen können mittlerweile durch Software und Online-Dienste ersetzt werden. Wirklich?

Schulen, die nur noch eingeschränkt benutzt werde können oder marode Straßen: Die vollen Fördertöpfe des Bundes werden dringen gebraucht. Doch strenge Auflagen und Personalmangel in den Bauämtern sorgen weiter für Investitionsstau.

Banken schließen Filialen und erhöhen Gebühren. Manche Sparkassen kassieren sogar fürs Geld abheben. Experten warnen und sehen das Bargeld in Gefahr! Kein Zugang mehr zu Geld ist für viele unvorstellbar, doch mancherorts längst Realität.

Mit immer neuen Billigangeboten werben deutsche Supermärkte um Kunden. Um Orangensaft ist ein wahrer Preiskampf entbrannt, der von wenigen Saftunternehmen und deutschen Handelsketten bestimmt wird. Den Preis dafür zahlen andere.

Mit Immobilien lässt sich in Deutschland viel Geld aus illegalen Geschäften waschen. Zehn Prozent des Immobilienmarktes sollen betroffen sein, schätzen Experten. Das treibe die Preise nach oben.

Faule Kredite, fehlendes Eigenkapital: Die europäischen Banken wanken. Der Internationale Währungsfonds hält ein Drittel für nicht überlebensfähig. Zehn Jahre nach der Finanzkrise droht der nächste Crash, für den wieder einmal die Steuerzahler aufkommen dürften. Experten fordern deshalb dringend schärfere Regulierungen. Doch ausgerechnet die Bundesregierung blockiert eine zentrale Reform – mit den gleichen Argumenten wie die Banken.

Angehende Piloten müssen viel Geld mitbringen, um sich die teure Ausbildung leisten zu können, und danach geht die Ausbeutung weiter. Deshalb befinden sich viele Piloten in einem Albtraum aus Schulden, Überforderung und Angst.

ARD: Profit. Auf Kosten aller? Der Preiskampf der Billigairlines (20.03.2017)
Ryanair ist nach Passagierzahlen inzwischen das größte Unternehmen in der europäischen Flugbranche. Der Billigflieger setzt die ganze Branche unter Druck. Aber wer zahlt den Preis, wenn gnadenlos um Marktanteile gekämpft wird?

ZDF: Inside Deutsche Bank - Gigant ohne Zukunft? (17.05.2017)
Die Deutsche Bank steckte im Herbst 2016 in ihrer tiefsten Krise. Drohende Klagen, Gerüchte, Kurssturz. Wie konnte einer der einst größten Finanzkonzerne der Welt in diese Lage kommen?

Der Internationale Währungsfonds blickt voll Sorge auf die Deutsche Bank. Im neusten Stabilitätsbericht kritisiert der IWF, die Kosten der Bank seien zu hoch. Im vergangenen Jahr bezeichnete der IWF die "Deutsche" gar als die Bank, die die größten Risiken fürs Finanzsystem berge. Vergangenen Herbst arbeitete das Institut im Krisenmodus: Strafverfolger drohten mit extremen Geldbußen, Hedgefonds wetteten gegen die "Deutsche" und drückten den Aktienkurs, Kunden sprangen ab. Und Journalisten fragten alarmiert,  ob Deutschlands größte Bank womöglich vom Staat gestützt werden müsse. Berechtigte Sorge oder mediale Panikmache?

Lange Zeit konnten die Kosten einer HSH-Nordbank-Pleite für den Steuerzahler verborgen werden. Da die Bank im Februar 2018 aufhört zu existieren, geht das nicht mehr lange.

Briefe verschwinden oder kommen zu spät, Kunden warten vergeblich auf den Briefträger. Die Post spricht von Einzelfällen - doch Kunden und Politiker mögen das nicht mehr glauben.

Nach der Bankenkrise wurde sie lautstark angekündigt. Die Steuer auf Finanzgeschäfte sollte zusätzliches Geld in die Staatskasse spülen, um Bürger bei der Rettung krisengeschüttelter Banken zu entlasten. Doch was ist seitdem passiert?

Turnschuhe sind Kult! Hersteller produzieren da, wo es am billigsten ist. Etwa Kambodscha und Vietnam, wo Stundenlöhne im Centbereich liegen. Hungerlöhne, verpestete Luft und ein gnadenloser Wettbewerb lassen das Kultobjekt Sneaker in einem neuen Licht erscheinen.

NDR: Steuern? Tricksen wie die Großen! (20.03.2017)
Steuern von drei, zwei oder nur einem Prozent? Bei Großkonzernen keine Seltenheit. Wie machen Apple, SAP, Ikea und Co. das? Ein Experiment samt Briefkastenfirma und Steueroase.

"Exakt - Die Story" hat sich bei Elektroauto-Enthusiasten, bei Forschern und Autobauern umgesehen, um zu ergründen, was am Aufbruch ins neue Zeitalter des Fahrens dran ist. Was wird sich verändern und was bremst derzeit noch? Deutschland - das Land der Autoerfinder - wollte auch bei der Elektromobilität ganz vorn sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen rollen werden. Zurzeit ist Deutschland davon aber meilenweit entfernt. Wenn man sich die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes anschaut, registrierte die Behörde 2016 3,4 Millionen Neuzulassungen. Davon waren nur 11.400 Elektrofahrzeuge. Es geht um nichts weniger als die zweite Erfindung des Automobils, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche sagt. Der Verbrennungsmotor, den keiner besser beherrscht als die etablierten deutschen Hersteller, steht vor dem Aus. Er muss schon bald ersetzt werden, durch den Elektromotor. Dieser besteht aus weniger Bauteilen, denn E-Autos brauchen keine Kupplung und kein Getriebe, keine Zylinder und keinen Auspuff. Genau davon aber lebt eine ganze Industrie.

Von Industrie- und Handelskammern fühlen sich nicht mehr alle Pflichtmitglieder vertreten. Nachdem "Kammerrebellen" in Hamburg die Wahlen zur IHK-Vollversammlung gewonnen haben, geht auch in Städten wie Berlin die Diskussion los.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen von der Bank einen Dispo-Kredit – und zwar unbegrenzt, zinslos und ohne Verpflichtungen. Ein Unding? Für griechische, italienische oder spanische Notenbanken gibt es das – von der Deutschen Bundesbank.

Sie sind jung, aufstrebend und gut gebildet: Italienische Akademiker sind die neuen Gastarbeiter im Schweizer Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftskrise im Heimatland zwingt viele zur Emigration. Inzwischen haben die Italiener im Wanderungssaldo sogar die Deutschen überholt und belegen den Spitzenplatz

Die Schweizerische Nationalbank SNB stemmt sich auch nach der Aufhebung des Mindestkurses Anfang 2015 gegen eine Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro – mit Negativzinsen und Interventionen am Devisenmarkt. Das hat ihr nebst Zustimmung auch viel Kritik eingetragen. Bisher hielt die SNB unbeirrt an ihrem Kurs fest, nun zeichnet sich eine Änderung der Geldpolitik ab.

Sie wohnen an der Autobahn-Raststätte in ihrem Sprinter. Geschlafen wird in einem kleinen Kasten über dem Führerhaus, gekocht auf der Ladefläche - wenn die gerade mal leer ist. Polen, Rumänen und Bulgaren leben hier als moderne Nomaden. Ihr Geld verdienen sie als Kurierfahrer, immer auf Abruf, jede Nacht an einem anderen Ort. Sie fahren für große Unternehmen und kleine Speditionen. Je nach Auftragslage ihrer Subfirma. Angestellt werden sie in ihrem Heimatland - für umgerechnet 300 Euro im Monat. Das Reporterduo Löbl und Onneken ist in eine Lieferanten-Szene eingetaucht, in der es kaum geregelte Fahr- und Ruhezeiten gibt und Selbstausbeutung auf der Tagesordnung steht. Mit den Sprinter-Kolonnen aus Osteuropa können deutsche Kraft- und Paketfahrer nicht mithalten. Die arbeitswilligen Kollegen, die nicht an gesetzliche Bestimmungen, geschweige denn den Mindestlohn gebunden zu sein scheinen, gefährden direkt ihre Arbeitsplätze. Konflikte sind an der Tagesordnung.

 Rüstungsprojekte der Bundeswehr hatten in den letzten Jahren vor allem eins gemeinsam: Sie dauerten länger als gedacht, wurden teurer und waren am Ende meist nicht so leistungsfähig wie erhofft. Um die Beschaffung von Rüstungsgütern zu verbessern, hat Verteidigungsministerin von der Leyen dafür externe Berater angeheuert. MONITOR hat sich die Verbindungen zwischen den neuen Beratern des Ministeriums und der Rüstungsindustrie genauer angeschaut und ist dabei auf enge personelle und finanzielle Verbindungen gestoßen. Ein neues Einfallstor für Rüstungslobbyisten, wenn künftig milliardenschwere Aufträge erteilt werden.

Frontal 21: Milliardengewinne in Steueroasen (28.03.2017)
Europäische Großbanken parken Milliardengewinne in Steueroasen. Das enthüllt eine neue Studie der unabhängigen Hilfsorganisation Oxfam. Der Oxfam-Studie zufolge deklarieren die 20 größten Banken Gewinne in Höhe von 25 Milliarden Euro in Niedrigsteuerländern. Das entspricht rund einem Viertel der gesamten Profite. So wurden etwa im Jahr 2015 zehn Milliarden im Steuerparadies Hongkong ausgewiesen, knapp fünf Milliarden in Luxemburg, über drei Milliarden in Belgien. Häufig sind die Niederlassungen der Geldinstitute im Ausland Briefkastenfirmen. Trotzdem wollen Europas Top-Banken satte 628 Millionen Euro Gewinn in Ländern erwirtschaftet haben, in denen überhaupt niemand für sie arbeitet. Auch die Deutsche Bank hat 2015 laut Oxfam viel Geld im günstigen Luxemburg versteuert: rund eine Milliarde Euro.

SRF: Unter Druck – Wie Schweizer Firmen mit der Frankenstärke kämpfen (16.03.2017)
Über Nacht rund 20 Prozent teurer: Mit diesem Hindernis kämpfen seit dem 15. Januar 2015 die Schweizer Exportfirmen. Der Nationalbank-Entscheid, den Mindestkurs aufzugeben, trifft sie hart. «DOK» hat drei Firmen begleitet und beobachtet, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen.

Viele Kommunen sind knapp bei Kasse. Dabei gäbe es Geld: bei den öffentlich-rechtlichen Sparkassen. Diese könnten ihre Gewinne ausschütten. Doch das geschieht kaum im Norden.

Deutschland ist ein lukrativer Markt für Online-Händler aus aller Welt. Die meisten nutzen Amazon für ihre Geschäfte. Doch viele asiatische Händler führen keine Umsatzsteuern für die Geschäfte ab, die sie hierzulande tätigen. Der Bundesregierung ist dies seit Jahren bekannt, doch es ändert sich nichts. Dem Fiskus entgehen so Hunderte Millionen Euro jährlich. Dabei wäre die Lösung ganz einfach, wie ein Blick nach Großbritannien zeigt: dort muss Amazon als Handelsplattform für die Steuerausfälle der Händler haften.

Seit Jahren betreiben die Notenbanken dieser Welt eine Politik des billigen Geldes, allen voran die EZB. Sie kauft marode Papiere, um Banken zu retten, will das Wirtschaftswachstum ankurbeln, verschuldete Staaten stützen. Was die Staatshaushalte um hunderte Milliarden entlastet, ärgert auf der anderen Seite die Sparer: null Zinsen. Und die neue Geldschöpfung führt weltweit zu einer unkontrollierten, noch nie dagewesenen Geldflut. Experten warnen bereits vor neuen Blasen. Beispiel Immobilien: Nicht nur in deutschen Großstädten explodieren die Preise. In London kostet ein Einzimmerappartement locker mehr als eine Million Euro. Und immer mehr Geld wandert weg von der realen Wirtschaft in den spekulativen Bereich. Im globalen Casino finden hochkomplexe Finanzwetten statt. Zocken ohne jede Kontrolle. Die Profiteure des Spiels stehen von vornherein fest. Die Reichen werden noch reicher, bei uns und weltweit. "Die Geldflut hat zu einer gefährlichen Umverteilung geführt ", kritisiert Prof. Max Otte, "wer hat, dem wird gegeben".
Das Rentnerpaar Eich in Remagen sorgt sich: Was machen sie mit dem Geld ihrer Lebensversicherung bei diesen Niedrigzinsen? Auf dem Sparbuch schmilzt es einfach weg. Wer Schulden hat, darf sich dagegen freuen. Häuslesbauer etwa. Aber auch große Konzerne, die andere Unternehmen schlucken wollen: Sie leihen sich billiges Geld für ihre Zukäufe. Jüngstes Beispiel: Bayer und Monsanto. Mit der Liberalisierung der Finanzmärkte entkoppelten sich Geldgeschäfte und Realwirtschaft. Heute benötigen nicht nur Banken immer neues, billiges Geld, sondern auch Staaten, um ihre Schuldenberge im Griff zu halten. Eine Art Schneeballsystem. Was passiert mit unserem Geld? Droht eine neue Krise? Der Film "Die große Geldflut" wirft einen neuen, überraschenden Blick auf unser Geld in Zeiten der Nullzinsen.

Seit Jahren versucht die EU, im Kampf gegen Steueroasen weltweit voran zu kommen. Doch ausgerechnet das Land, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehat, gilt immer noch als sicherer Hafen für gute Geschäfte und extrem niedrige Steuern. Damit das wenigstens transparent wird, will die EU-Kommission, dass internationale Konzerne künftig veröffentlichen müssen, in welchem Land sie wie viele Gewinne machen, und wo sie ihre Steuern zahlen. Doch Malta blockiert – auch mit Hilfe des deutschen Bundesfinanzministers.

Eine Wundauflage ist eine Wundauflage ist eine Wundauflage. Eben nicht, dachten sich die Hersteller und zeigen bei der Produktion von Wundauflagen ein hohes Maß an Kreativität. Sie produzierten Wundauflagen mal mit Honig und sogar mit Antibiotika. Insgesamt fast 5.000 Produkte. Ärzte und Krankenkassen klagen, dabei könne niemand den Überblick behalten.

WDR: Unverschuldet pleite? - Wie ein Gesetz gesunde Betriebe ruiniert (08.02.2017)
Es klingt wie eine Fiktion: ein mittelständischer Betrieb hat einen großen Kunden, beliefert ihn seit Jahren. Der Kunde geht nach Jahren guter Geschäfte pleite. Der Betrieb hat offene Rechnungen und meldet diese offenen Forderungen beim Insolvenzverwalter an. Der akzeptiert und dann plötzlich kommt ein dicker Schriftsatz, indem behauptet wird, dass der Mittelständler von den Zahlungsschwierigkeiten des Kunden gewusst haben müsse, zumindest nach den Angaben, die er aus den ihm übergegebenen Unterlagen und Aussagen des Pleitiers erschließen kann. Und jetzt fordert er Geld.

Plusminus: Zinsdesaster: Warum es jetzt noch schlimmer wird (01.02.2017)
Null Zinsen auf dem Sparbuch. Der Frust bei den Sparern könnte kaum größer sein. Doch es kommt noch schlimmer. Die Inflation zieht an, Preise steigen und die Zinsen bleiben im Keller.

Die Automobilindustrie steht vor einem historischen Umbruch. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge ist ausgemacht. Worüber kaum einer spricht: Zehntausende Arbeitsplätze gehen in Deutschlands Schlüsselindustrie damit verloren.

Der Politik Donald Trumps können sich auch die Großen der Deutschen Wirtschaft nur schwer entziehen – die Dax Konzerne. "Plusminus" schaut auf Unternehmen der Automobil- und Infrastrukturbranche sowie auf Pharma- und Chemiekonzerne.

Hassobjekt Brummis: Autofahrer schimpfen über die lästigen Lkws. Sie verstopfen Straßen und Rastplätze. Übermüdete Fahrer - eine rollende Lebensgefahr. Und dennoch werden gut 70 % aller Güter über den Asphalt transportiert. Tendenz steigend. Die Schienen hingegen verwaisen. Warum? Osteuropäische Fahrer arbeiten für Dumpinglöhne. Und unter unwürdigen Bedingungen. Und die deutsche Politik sieht zu.

McDonalds, Facebook oder Apple – für amerikanische Konzerne ist Deutschland ein wichtiger Markt. Welche Auswirkungen hätten deutsche Strafzölle auf deren Geschäft bei uns?

Es geht um mindestens 169 Milliarden Euro: Im Dezember hat der Bundestag entschieden, wer die Kosten des Atomzeitalters in Deutschland trägt, für den Rückbau der 27 deutschen Atomstandorte und für die Endlagerung des Atommülls.

Er ist angetreten mit markigen Sprüchen: Er wolle den Wall-Street-Sumpf trockenlegen. Jetzt beruft Trump einen Investmentbanker nach dem anderen in sein Team, Manager aus einer Branche, die die Finanzmarktkrise von 2008 hauptsächlich verschuldet hat. Die Börsen reagieren begeistert, die Bankenkurse sind seit Trumps Wahl steil nach oben gegangen. Besonders eine Bank könnte Hilfe von Trump besonders gut gebrauchen: die Deutsche Bank. Sie war über Jahre Trumps wichtigster Kreditgeber. Von einer Deregulierung könnte sie besonders profitieren. Experten warnen schon vor einer neuen Finanzmarktkrise

Report München: Ermittlungen gegen VIP-Fahrdienst von BMW (17.01.2017)
Die Berliner Firma Hofer ist ein wichtiger Subunternehmer von BMW. Doch nach Recherchen von report München und der "WirtschaftsWoche" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Unternehmen, weil es offenbar jahrelang Scheinselbständige als Fahrer für den BMW-VIP-Shuttleservice eingesetzt hat. Es soll um Sozialbeiträge in Millionenhöhe gehen.

ECO: Grenzen der Globalisierung (16.01.2017)
Jahrelang hieß es, die Globalisierung helfe allen. Doch wie viel Globalisierung ist sinnvoll? Wo liegen die Grenzen? Heftige Globalisierungskritik ist nicht neu. Schon Ende des 19. Jahrhunderts reagierten Staaten mit Protektionismus auf Globalisierung. «ECO» zeigt aber auch anhand von Dänemark, dass Globalisierung funktioniert, wenn für die Verlierer gesorgt wird. n der von Patrizia Laeri moderierten Sendung des Schweizer Fernsehens kommen hochkarätige Ökonomen zu Wort: Harvard-Professor Dani Rodrik, Oxford-Professor Kevin O’Rourke und Professor David Dorn von der Universität Zürich.

Plusminus: Banken in der Krise: Was bedeutet das für Sparer? (11.01.2017)
Die Krisenbank Monte dei Paschi musste gerettet werden, wieder springt der Staat mit Kapital ein. Gleichzeitig steht Italien in Sachen Staatsverschuldung ähnlich da, wie einst Griechenland. Welche wirtschaftlichen Folgen hat das in 2017?

Plusminus: Teurer Wohnungsmarkt: Das Geschäft mit Medizintouristen(11.01.2017)
3500 Euro pro Monat für eine Drei-Zimmer-Wohnung – kaum ein Deutscher würde so viel zahlen. Doch immer mehr Immobilienagenturen haben sich auf Medizintouristen spezialisiert und vermitteln Wohnungen auf Zeit. Wer verdient an dem Geschäft?

Weltspiegel: Bitcoins – das Geld der Zukunft? (09.01.2017)
Welche Währung hat ihren Wert im Verhältnis zum Euro im vergangenen Jahr glatt verdoppelt? Der Bitcoin, die digitale Onlinewährung, mit der man im deutschen Alltag - anders als anderswo - als Zahlungsmittel noch kaum in Berührung kommt.

Plusminus: Fernfahrer: Die neuen Sklaven im LKW (14.12.2016)
Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um die Kosten weiter zu senken.

WDR: Wie Massensekt billig hergestellt wird (07.12.2016)
Perlend und erfrischend: So lieben die Deutschen Sekt. Zudem soll er am besten auch noch billig sein. Beim Discounter wird Sekt für weniger als drei Euro angeboten. Wie ist es möglich, den Schaumwein so günstig herzustellen? Die Tricks beim Massensekt.

Plusminus: Europaweite Ausschreibungen und die Folgen (07.12.2016)
EU-Ausschreibungen sind kompliziert, die Konkurrenz wird immer größer und am Ende zählt nur der Preis. Der Wettbewerb geht dabei meist zulasten der Mitarbeiter. Am Ende wird der Mindestlohn zum Höchstlohn. War das wirklich Sinn der Sache?

Plusminus: Autobahnen – privat oder staatlich? (07.12.2016)
Eigentlich sind die Pläne zur Privatisierung der Autobahnen vom Tisch. Was aber, wenn es ein Hintertürchen gäbe und private Investoren doch ins Geschäft mit den Straßen einsteigen und prächtig verdienen könnten? Ein Blick in die Zukunft.

Was! Geschäft mit Altkleidern (23.11.2016)
Wer bei H&M, Adler-Moden oder North Face einkauft, kann im Laden auch seine Altkleider abgeben und bekommt dafür einen Gutschein. Die Handelskette verschafft sich so ein grünes Image und macht nebenbei auch ein gutes Geschäft. Denn Altkleider bringen gute Einnahmen.

ECO (SRF): Frachtschifffahrt: Ruinöser Preiskampf auf hoher See (21.11.2016)
90 Prozent des Welthandels werden über die internationale Frachtschifffahrt abgewickelt. Die, die dahinterstehen, meiden in aller Regel die Öffentlichkeit. Seit geraumer Zeit kriselt es jedoch massiv in der Branche. «ECO» beleuchtet mit einer Spezial-Sendung eine diskrete Welt.

Plusminus: Radikaler Schnitt – Wie Banker um ihre Jobs zittern (23.11.2016)
Einmal Banker, immer Banker gilt nicht mehr. Großbanken, Sparkassen und Volksbanken schließen Filialen, verschlanken Arbeitsabläufe und digitalisieren. Wo finden Banker neue Jobs? Wen braucht man fürs Bankgeschäft?

mehr/wert: Homeoffice: Fluch oder Segen? (17.11.2016)
Arbeiten wo und wann man will - das klingt auf den ersten Blick verlockend. Doch die kritischen Stimmen zu Homeoffice und mobiler Arbeit werden lauter. Denn bislang bedeutet das Arbeiten von zu Hause für viele unbezahlte Mehrarbeit. Bislang bieten etwa 40 Prozent der Betriebe Homeoffice an.

Kreuzfahrten boomen, der Umsatz hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Gut für Reedereien und Anbieter, schlecht für die Umwelt. Der Aufwand für Luxus auf hoher See ist enorm, der Schadstoffausstoß der Riesenkreuzer gigantisch. Kontrovers über ein Megageschäft und seine Folgen.

Auf Pump kaufen liegt im Trend und die Zahl der Menschen, die ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können, steigt. Ein Grund: Verbraucherkredite und Folgeangebote der Bank - nicht zinsfrei.

Globalisierung am Ende? – Der unbemerkte Rückgang des Offene Grenzen und globaler Handel galten als Schlüssel zu mehr Wohlstand für alle. Besonders Exportweltmeister Deutschland gehört zu den Gewinnern der Globalisierung. Doch inzwischen werden immer mehr kritische Stimmen laut.

Wohin steuern die USA jetzt wirtschaftspolitisch?

Noch haben sich die Tengelmann Konkurrenten REWE und Edeka nicht auf einen Deal geeinigt. Es geht um tausende Arbeitsplätze, um Menschen, die seit Monaten nicht wissen wie es mit ihrem Job weitergeht.

"Corporate Happiness" soll das Betriebsklima verbessern: Aber nicht mit besseren Löhnen oder Arbeitsbedingungen, sondern mit Glücksideologie. Motto: "Hört auf zu jammern!"

Längst haben Roboter die Fähigkeit, komplizierteste Bewegungen durchzuführen. Weltweit gibt es einen rasanten Forschungswettlauf darum, welche Roboter am besten und möglichst bald den Menschen vollständig ersetzen können.

Was wir im Internet tun, zeigt, wer wir sind: Einkaufen, Bank-Geschäfte, Reiseplanung oder Porno - alles geschieht online. Multinationale Firmen machen aus diesen Informationen ein Milliardengeschäft. Sie sind in der Lage, jeden Schritt mitzuzeichnen, den User im Internet unternehmen. Diese Informationen verkaufen sie dann in Paketen weiter - angeblich anonymisiert und ohne Schaden für den Nutzer. Recherchen des NDR zeigen indes, wie einfach sich diese Daten konkreten Personen zuordnen lassen und wie umfangreich sie intime Details aus dem Leben der Nutzer preisgeben.

Die Share Economy ist hipp und längst keine romantische Vorstellung mehr. Ob Car to Go, Airbnb, Wimdu oder Uber – die Großen aus der neuen Wirtschaft sind längst Milliarden wert, deren Wachstum offenbar unaufhaltsam.
Tanja Reinhard und Jörg Laaks treffen „Anfänger“ wie Steffi und Martin Schleitthof, die ihren Bauernhof mit 60 Menschen teilen, die sie jede Woche mit frischem Gemüse, Eiern und Fleisch versorgen. Sie besuchen „Profis“ wie Ursula Westkott, die ein Zimmer an Touristen vermietet und sich damit einen Job ins Haus geholt hat. Teilen, das neue Wirtschaften. So können Probleme weltweit gelöst werden, sagen die Propheten der Share Economy. Tauschbörsen und Leihportale sind beliebt wie nie - doch genauso umstritten. Reisende lieben Airbnb und den Taxi-Anbieter Uber, doch sind die Portale nicht längst ganz gewöhnliche Wirtschaftsunternehmen, die amerikanischen Rambo-Kapitalismus verbreiten und dabei glauben, die geltenden Gesetze seien veraltet und gelten für sie nicht?

SWR: Arbeit um jeden Preis - Nepalesen schuften für die WM in Katar (04.11.2016)
Die Vergabe der Fußball-WM 2022 durch die FIFA an das Emirat Katar hat für Aufregung in der internationalen Sportwelt gesorgt. Als der Golfstaat unter die Lupe genommen wurde, fand man heraus, was eigentlich schon lange bekannt war: Die Bauarbeiter, hauptsächlich Arbeitsmigranten aus Asien, insbesondere aus Nepal, sind weitgehend rechtlos und schlecht bezahlt. Die Arbeitsbedingungen auf Stadionbaustellen und anderen Infrastrukturprojekten sorgen seit Jahren vielerorts für Empörung. Der Internationale Gewerkschaftsbund ITUC bezeichnet Katar daher als Sklavenstaat. "Arbeiter haben keine Kontrolle über ihr Arbeitsleben", sagt Sharan Burrow, die Generalsekretärin. "Sie verdienen in Katar oft weniger als die Hälfte des versprochenen Lohnes." Esther Saoub erfährt in Katar, dass die rechtlichen Grundlagen für Wanderarbeiter eigentlich gut sind. Der Staat hat die Verantwortung für die Arbeiter jedoch an die Privatwirtschaft weitergereicht. Vor allem Subunternehmer nutzen es aus, dass wenig kontrolliert wird. Stefan Maier reist nach Nepal und sieht dort, dass viele Menschen immer noch unter den Folgen des Erdbebens vom April 2015 leiden. Es verwundert nicht, dass die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung Arbeit in anderen Ländern sucht. Dubiose Vermittler verlangen für Dienste wie Papiere besorgen, Flugtickets buchen und Arbeitsstellen vermitteln, vierstellige Dollarsummen. In der Sendung werden die sozialen- und Arbeitsbedingungen in Katar untersucht und abgebildet. Zur Sprache kommen dabei auch Arbeitsmigranten aus Nepal, die bei der Entstehung des Großereignisses mitgearbeitet haben.

SWR: Köche aus Kenia. Wie das Handwerk um Arbeitskräfte ringt (03.11.2016)
Harald W., Inhaber einer Autowerkstatt an der Südlichen Weinstraße, kann es kaum fassen: Seit fünf Jahren findet er keinen geeigneten Lehrling mehr, dabei war Automechaniker doch für Jungs mal der Traumberuf schlechthin! In den kleinen Ortschaften zwischen Rheinebene und Pfälzer Wald zählen mittlerweile selbst Fahrzeugmechaniker, Elektriker, Heizungsbauer zu den Engpassberufen. Ähnlich ist die Lage in fast allen westlichen Bundesländern. Stefan O., Heizungsbauer in der Pfalz musste bereits Aufträge ablehnen, so geht es nicht weiter. Im Kellerbüro des Handwerkers sitzt ein junger Personalvermittler, der arbeitslose spanische Elektriker und Installateure aus Valencia nach Deutschland bringt. Sind die Spanier die Retter in der Not? In der Küche der traditionsreichen Weinstube von Ulli und Wolfgang R. steht seit kurzem Teresa, eine junge Frau aus Kenia am Herd: Wer von unseren Jugendlichen will denn heute noch Koch lernen - hier, in einer Dorfwirtschaft? Für Theresa ist die Lehre in Deutschland die Chance ihres Lebens. Wird sie durchhalten? Ihre Wirtsleute fragen sich: Köche aus Kenia - kann das gut gehen? Das SWR Fernsehen begleitet das Werben, Suchen und Finden um neue Arbeitskräfte in der Südpfalz.

markt: Ist ein Prozent Wachstum nicht genug? (19.10.2016)
Wachstum ist gut und wichtig. So hieß es immer. Aber es mehren sich Stimmen, die den Drang nach immer mehr Wachstum als Irrweg ansehen. Könnte eine Kehrtwende in der Wachstumspolitik auch etwas an der immer größer werdenden Ungleichheit in unserer Gesellschaft ändern?

Phoenix Runde: Ausverkauf von Kaiser's Tengelmann - Wer verliert, wer profitiert? (19.10.2016)
Diskussion mit Prof. Achim Wambach, Prof. Heinz Bontrup, Volker Bohne und Ursula Weidenfeld

Was!: Wie Bau-Standards die Mieten hochtreiben (12.10.2016)
"Bezahlbares Wohnen" mit Quadratmeterpreisen deutlich unter zehn Euro – bleibt auch nach der Berlin-Wahl ein wichtiges Thema. Doch selbst wenn man bei Baustoffen und Verarbeitung einsparen würde, halten viele Bau- und Wohnungsfirmen das für nicht mehr realistisch. Sie sehen die gesetzlichen Vorschriften und die hohen Standards als Ursache für die steigende Miete.

Plusminus: Menschliche Roboter (05.10.2016)
Längst haben Roboter die Fähigkeit, komplizierteste Bewegungen durchzuführen. Weltweit gibt es einen rasanten Forschungswettlauf darum, welche Roboter am besten und möglichst bald den Menschen vollständig ersetzen können.

mehr/wert: Die Angst vor Übernahmen aus dem Ausland (29.09.2016)
Vor wenigen Tagen wurde das Geschäft besiegelt: Kuka, der Augsburger Hersteller von Industrierobotern, darf komplett von Chinesen übernommen werden. Und Kuka ist nur eines von immer mehr deutschen Unternehmen, die Kauflust bei ausländischen Investoren wecken.

Krisenstimmung bei deutschen Banken: Der Aktienkurs der Deutschen Bank befindet sich im freien Fall. Grund ist u.a. die Androhung einer Milliardenstrafe durch das US-Justizministerium. Das größte deutsche Geldhaus war selten zuvor in einer solchen Schieflage. Anders liegt der Fall bei der Commerzbank. Die leidet seit Jahren unter der Niedrigzinspolitik der EZB. Die neue Konzernspitze will nun mit einer Strukturreform die langfristige Existenz der Bank sichern. Bis 2020 könnten Tausende Stellen wegfallen. Am Mittwoch wird der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, Gast im Deutschen Bundestag sein. Vor den Ausschüssen für Europa, Finanzen und Haushalt wird er seine Geld- und Zinspolitik erklären. Wie lang können die Geldhäuser die Zinspolitik noch aushalten? Wie soll sich die Bundesregierung angesichts der Krisen bei der Deutschen Bank und der Commerzbank verhalten? Was lief und läuft schief in beiden Bankhäusern? Wie kann die Lage der beiden Geldinstitute verbessert werden?
Alexander Kähler diskutiert in der phoenix Runde u.a. mit Prof. Peter Bofinger (Universität Würzburg und Wirtschaftsweiser), Prof. Wolfgang Gerke (Bayerisches Finanz Zentrum e.V.), Andrea Rexer (Süddeutsche Zeitung), Dirk Eilinghoff (Finanztip)

Die EZB sorgt für eine Geldschwemme von historischem Ausmaß. Mit ihren Anleihekäufen will sie Banken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben. Doch dieses Ziel wird bislang verfehlt. Wo also landet das viele Geld?

Offene Grenzen und globaler Handel galten als Schlüssel zu mehr Wohlstand für alle. Doch die Kritik wird immer lauter und Tausende gehen gegen Freihandelsabkommen auf die Straße. Dabei hat sich die Entwicklung unbemerkt längst umgekehrt. Der internationale Handel nimmt ab. Und während in Europa über Freihandelsabkommen verhandelt wird, führen immer mehr Staaten Strafzölle oder Handelsbeschränkungen ein.

Die Deutschen gelten als die Sparer-Nation. Doch in Zeiten von Null- und Negativzinsen greifen die bisherigen Altersvorsorge-Rezepte nicht mehr. report München über verunsicherte Anleger, ratlose Politiker und über Populisten, die aus der neuen Zukunftsangst Kapital schlagen wollen.

Eco (SRF): Hörgeräte: Wettkampf der Branchenriesen (19.09.2016)
Früher herrschte Arbeitsteilung: Hörgeräte-Hersteller wie die Branchenriesen Sonova-Phonak und die dänische William Demant produzierten die Geräte, unabhängige Akustiker verkauften sie in ihren Geschäften. Weil der Absatz harzt, übernehmen die Hersteller europaweit Akustik-Ketten, um ihre Geräte besser zu verkaufen – jetzt geht es um die Vorherrschaft im Schweizer Markt.

NDR: Mythos Schnäppchen (19.09.2016)
Hauptsache billig. Nach dem Motto kaufen viele von uns ein. Kein Wunder: Preisnachlässe wirken auf uns fast wie Drogen. Doch für wen lohnen sich Schnäppchen tatsächlich?

Wer spart, sorgt vor. An diesen Satz glaub(t)en die Deutschen. Doch in Zeiten von Null- und Negativzinsen gilt er nur noch bedingt. Renten- und Lebensversicherer zahlen oft nicht mehr die in Aussicht gestellten Renditen. Die von langer Hand geplante Altersvorsorge ist für viele kein Garant mehr für einen sicheren Ruhestand. Das löst Zukunftsängste aus.

ARD: Bayer schluckt Monsanto. Übernahme mit Risiken und Nebenwirkungen (15.09.2016)
Bayer und Monsanto - es wird die größte Unternehmensübernahme durch einen deutschen Konzern, für fast 59 Milliarden Euro. Warum gibt Bayer so viel Geld aus für eine Firma, die zwar eine Menge Geld verdient - aber sicher das mieseste Renommee der ganzen Branche hat? Werden die Wettbewerbshüter den Deal durchwinken, auch wenn eine weltweit neue Nummer eins im Bereich Saatgut und Agrarchemie entsteht? Ingolf Gritschneder und Michael Heussen gehen diesen Fragen in den USA und am Stammsitz von Bayer in Leverkusen nach, sprechen mit Farmern, Unternehmenslenkern, Analysten, Kritikern und PR-Fachleuten.

Plusminus: Wie klassische Billigketten ihre Strategie ändern (14.09.2016)
Erstmals in seiner Geschichte macht Aldi Fernsehwerbung. Bisher hielt der Discounter das nicht für nötig. Man war auch so bekannt für seine Preise. Doch die Grenzen zwischen Discountern und Supermärkten scheinen immer mehr zu verschwimmen.

Panorama 3: Die gefährliche Markt-Macht von Flixbus (13.09.2016)
Flixbus dominiert den Fernbusmarkt mit über 80 Prozent - die Löhne der Busfahrer werden gedrückt, knapp kalkulierte Reisezeiten machen es schwer, Lenk- und Pausenzeiten einzuhalten.

Jahrzehntelang war die Lebensversicherung ein Lieblingskind der deutschen Sparer. Doch jetzt bricht bei vielen Versicherten diese Altersvorsorge weg.Besonders dramatisch: Tausende haben ihre Immobilien mit Lebensversicherungen finanziert. Ihnen fehlt plötzlich viel Geld, um ihre Darlehen zu bezahlen. Wer ist verantwortlich für diese Misere?

Der Streit zwischen VW und seinen Zulieferern hat klar gemacht, wie groß der Druck in der Automobilbranche ist. "Plusminus" zeigt, wie sich über die Jahre die Beziehung zwischen Lieferanten und Autokonzernen verändert hat.

LKW verstopfen die Autobahnen, Autofahrer sind sauer. Dabei verspricht die Politik seit vielen Jahren, Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Doch in der Realität passiert das Gegenteil: Die Bahn will den Schienengüterverkehr noch weiter abbauen.

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat das geplante Freihandelsabkommen TTIP für praktisch gescheitert erklärt. Frankreich möchte die TTIP-Verhandlungen stoppen. Die richtige Zeit für Markt also, um "Gegen den Strich" zu bürsten und zu sagen: Ein vereinfachter Handel hat für uns viele Vorteile.

Viele Sparkassen erhöhen die Gebühren für Girokonten oder schließen Filialen. Dabei werden oft die ärmsten Kunden am deutlichsten zur Kasse gebeten und viele Ältere zu langen Wegen gezwungen. Die Begründung der öffentlich-rechtlichen Geldinstitute: Wegen der niedrigen Zinsen hätten sie immer weniger Einnahmen. Doch schaut man genauer hin, ist in den Bilanzen vieler Sparkassen kein Einbruch bei den Zinseinkünften zu erkennen. Im Gegenteil: Die Zinseinkünfte stiegen bundesweit seit der Bankenkrise 2008 im Schnitt um elf Prozent. Damit verdienen die Sparkasseninstitute mehr als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Profiteure sind in vielen Fällen die Vorstände mit höheren Gehältern und Pensionen.

Immer mehr Forschung an deutschen Hochschulen wird mittlerweile von Unternehmen bezahlt, die kommerzielle Interessen haben. Dazu schließen die Universitäten immer häufiger „Kooperationsverträge“, die allerdings streng geheim sind. Begründung: Man wolle Freiheit von Forschung und Lehre schützen. MONITOR konnte jetzt Einblick nehmen in einen solchen Vertrag. Und der zeigt: Der Einfluss von Unternehmen greift weit in die Autonomie der Universitäten ein, viel weiter als bisher bekannt.

Lukrative Geschäfte mit gebrauchter Kleidung

Nach der Brexit-Abstimmung geriert sich die deutsche Bundesregierung - mal wieder - als Schulmeister Europas. Schuld an der europäischen Misere sind demnach die anderen; vor allem die südlichen Mitgliedstaaten der EU, die dem Spardiktat aus Brüssel nicht folgen und deshalb nun bestraft werden sollen. Was die Bundesregierung verschweigt: Deutschlands Wirtschaftspolitik trägt erheblich dazu bei, dass die Volkswirtschaften des Südens nicht auf die Beine kommen. Eine Politik, die gleichermaßen gegen Brüsseler Vorgaben verstößt - ohne dass Deutschland Konsequenzen drohen.

Obwohl die Luftfahrt boomt und Fliegen immer billiger wird, verzichtet der Staat zugunsten der Fluggesellschaften auf Einnahmen in Milliardenhöhe. Profitiert die Lieblingsbranche vieler Politiker von Wettbewerbsverzerrung?

Herzlich willkommen in der neuen Welt der Minuszinsen! Die Stadt Bergisch Gladbach spielt schon mit. Wenn Kämmerer Jürgen Mumdey zu wenig Geld in der Stadtkasse hat, muss er die Bankkonten überziehen. Doch für einen solchen Kassenkredit, eine Art Dispo, kassiert er jetzt Zinsen, statt zu zahlen: "Das ist wirklich eine verrückte Situation, die ich auch so noch nie kannte. Also dass man für das Kreditaufnehmen auch noch Geld bekommt."

Obwohl sie Millionengewinne machen, schütten die norddeutschen Sparkassen kaum Gewinne aus. Dabei sind sie in kommunaler Hand - und die Gemeinden oft knapp bei Kasse. 

Hungerlöhne und Ausbeutung in Ländern wie Bangladesch – damit sind bisher meist nur die Hersteller von Billigklamotten in die Schlagzeilen geraten. Viele Premiummarken hingegen lassen nicht im fernen Asien nähen, sondern in Osteuropa. Doch auch teure Mode „Made in Europe“ ist nicht immer fair produziert – auch wenn Kunden in Deutschland mehrere Hundert Euro für ein einziges Kleidungsstück zahlen.

Banken und Sparkassen drehen an der Preisschraube. Und die Erhöhungen fallen teilweise drastisch aus, wie eine Umfrage von "Plusminus" unter hundert Banken und Sparkassen in ganz Deutschland zeigt.

Weil in der EU Milch so billig ist, exportieren die Landwirte ihre Überproduktion nach Afrika. Mit fatalen Folgen für die heimische Molkereien, zum Beispiel in Burkina Faso.

Kontraste: Reiche Unternehmer können aufatmen (30.03.2016)
Im Streit um das neue Erbschaftssteuergesetz haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss verständigt, der die Erben selbst großer Unternehmen wieder massiv bevorzugt. Genau das hatte das Bundesverfassungsgericht 2014 aber für verfassungswidrig erklärt. Doch die Lobby der reichen Familienunternehmer hat sich durchgesetzt, dank Unterstützung der CSU. Verfassungsrechtler sind sich sicher: Auch das neue Gesetz landet wieder vorm Bundesverfassungsgericht. Bis dahin dürfen sich reiche Unternehmenserben arm rechnen und werden kaum zur Kasse gebeten.